Lokalsport

Fabienne Fritz löst das Ticket für die DM in Essen

In Schwäbisch Gmünd fanden die württembergischen Hallenmeisterschaften der Schwimmer statt. Unter den 391 Athleten aus ganz Württemberg stellten sich auch Sportler der beiden Teckvereine VfL Kirchheim und SF Dettingen dem Starter.

SCHWÄBISCH GMÜND Zwar verlief der Wettkampf nicht planmäßig, da die elektronische Zeitnahme fast komplett ausfiel, dennoch wurden einige Rekorde und zahlreiche persönliche Bestzeiten aufgestellt. Bedauernswert jedoch für so manchen Schwimmer, der durch die ungenauere Handzeitnahme die Pflichtzeiten für die deutschen Kurzbahnmeisterschaften, die Ende November in Essen stattfinden, knapp verpasste. SFD-Schwimmer Tobias Maier, der im Jahrgang 1990 startete, glänzte in seiner Paradedisziplin über 100 Meter Rücken. Maier verbesserte seine persönliche Bestzeit auf 1:09,57 Minuten.

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Simon Bauknecht (Jahrgang 83) stellte sich über 50 Meter Brust der Konkurrenz. Mit einer Zeit von 0:32,38 Minuten war er mit seiner Leistung nicht ganz zufrieden. Durch einen zu tiefen Start fand er erst spät ins Rennen. Zufrieden mit sich und ihrer Leistung war hingegen Fabienne Fritz. Die 16-Jährige konnte sich in allen gemeldeten Disziplinen vom Vorlauf bis zum Endkampf verbessern. Extreme Nervenstärke bewies sie über 200 Meter Brust, wo sie sich mit einer Zeit von 2:44,00 Minuten für den Endlauf qualifizierte. Mit der Bestzeit von 2:38,43 Minuten, fast sechs Sekunden unter ihrer Vorlaufzeit, musste sie sich nur der deutschen Rekordhalterin Birte Steven (Jahrgang 80) geschlagen geben. Die wechselte erst vor kurzem aus Studiengründen von Hannover nach Sindelfingen. Fabienne Fritz löste mit dieser Leistung souverän das Ticket für die deutschen Meisterschaften in Essen.

Weniger glücklich verlief ihr Rennen über 50 Meter Brust. Drei Hundertstel Sekunden trennten sie von einem Start bei den deutschen Kurzbahnmeisterschaften. Sie freute sich dennoch über ihren dritten Platz in der offenen Klasse. Über 100 Meter Brust sicherte sich die Dettinger Schwimmerin ebenfalls einen Startplatz in Essen. Dass sie zu den Top-athleten im Ländle zählt, unterstrich die 16-Jährige durch ihre Nervenstärke. Ganz locker verbesserte sie auch hier ihre Vorlaufzeit von 1:17,30 auf 1:15,62 Minuten.

Ihre gute Form bewiesen an diesem Wochenende auch die VfL-Schwimmer Viktor Knysch, Alexander Knysch, Sarah Blankenhorn und Susanne Schütze. Drei Medaillen und sechs neue Bestzeiten waren die Bilanz der Kirchheimer Schwimmer. Erfolgreichster VfL-Athlet war Viktor Knysch, der drei Mal zur Siegerehrung gehen durfte. Dabei schwamm er die 200 Meter Freistil in neuer Bestzeit unter der magischen Zwei-Minuten-Grenze in 1.59,44 Minuten und sicherte sich somit die Silbermedaille. Jeweils eine Bronzemedaille holte er über 100 Meter Schmetterling (1.00,69 Min.) und 50 Meter Freistil (0.24,79 Min.).

Alexander Knysch schwamm trotz einwöchiger Trainingspause die 50 Meter Freistilstrecke in neuer persönlicher Bestzeit von 0.28,56 Minuten. Auch über die 100 Meter Freistil lieferte er ein tolles Rennen ab und schlug in einer Zeit von 1.01,44 Minuten an.

Sarah Blankenhorn hatte es in ihrer hart umkämpften Altersgruppe nicht einfach, doch sie schlug sich wacker und erschwamm sich über die 50 Meter Brust in einer Zeit von 0.39,53 Minuten den 11. Platz. In einer respektablen Zeit von 2.54,3 Minuten, beendete sie als Fünfte die 200 Meter Schmetterling. Zwei persönliche Bestzeiten standen auch bei Susanne Schütze zu Buche. Über die 50 Meter Rücken (0.33,75 Min.) belegte sie Platz sechs und über die 100 Meter Rücken (1.13,28 Min.) den siebten Platz.

mf/sus