Lokalsport

Fans peitschen SG zum Sieg

Überraschung durch die Landesligahandballer der SG Lenningen. Gegen den Tabellendritten SSV Hohenacker waren die Lenninger vom ersten Trommelschlag an hellwach und gewannen dank großem Kampf verdient mit 36:32 (19:15).

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Lenningen. „Es war sensationell“, stieß ein völlig ausgepumpter Daniel Brugger nach Spielende hervor, „wie uns die Fans nach vorne gepeitscht haben.“ Bei der SG hatte einfach alles gepasst. Trainer Holger Kiedaisch fasste es so zusammen: „Wir hatten keinen Leistungsabfall. Alle haben großartig gekämpft und die Auslösehandlungen gut abgeschlossen.“ Damit traf er auch die Meinungen der Fans in der „dritten Halbzeit“.

Die mannschaftliche Geschlossenheit drückte sich auch in der Torstatistik aus: Alle Lenninger Spieler trafen. SSV-Trainer Rolf Fischers Fazit viel so aus: „Lenningen hat mit viel Herzblut gespielt. Ich bin mit meiner Mannschaft nicht unzufrieden.“ Überragend bei den Gästen: Oliver Schmidt. Er war nie auszuschalten und warf zwölf Tore. Eine tolle Startphase hatte Jochen Renz. Fast an der Torauslinie angespielt, schwebte er ein und setzte die Bälle ins Netz. Die zweite gute Nachricht von ihm: Er gab seine Zusage für die nächste Saison.

Lenningen gab mächtig Gas, legte 3:1 (3.) vor. Abgeklärt und schnörkellos die SSV-Antwort zum 3:3 (5.) und der 5:4-(6.)Führung. Mit professioneller Unterstützung von Hallensprecher Jo Wiesinger, der Ostseehallen-Atmosphäre verbreitete, kam Lenningen zurück in die Spur und baute nach Toren von Daniel Brugger, Christoph Wiesinger und Jochen Renz die Führung auf 12:9 (19.) aus.

Hohenacker blieb gefährlich, vor allem dann, wenn Holger Mayer und Moritz Fischer zu Kreuzbewegungen ansetzten. Aber die SG hatte einen Sven Lamparter im Tor, der wie in besten Zeiten hielt und die 19:15-Halbzeitführung sicherte.

Das Torepolster hielt. Ein in Topform spielender Brugger glänzte mit präzisen Anspielen, die Hagen Braunwarth und Steffen Kazmaier zum 21:17 und 23:19 (38.) verwerteten. Dann eine überzogene Reaktion der Schiedsrichter, die Hohen­ackers Florian Federhofer in der 42. Minute die Rote Karte zeigten. Kazmaier, auch von der Strafwurflinie mit dem Prädikat „besonders wertvoll“, erhöhte auf 26:21 (42.) Lenningen machte weiter Druck. Das Abi-Trio Austen und Wald betrieb Stressabbau und warf die Blauen 30:23 (47.) nach vorne. dies riss auch Volker Schwohl mit – zwei Mal Maß genommen, zwei Mal erfolgreich. So auch im Gegenzug Moritz Fischer und Kai Gendig, die den SSV auf 29:33 (55.) heranführten.

Jetzt zeigte die Fischer-Sieben Steherqualitäten. Matthias Rudolf und Oliver Schmidt verkürzten zum 32:34 (58.), aber mehr ging nicht. Im Trommelwirbel fetzten Haid und Brugger die Bälle ins Netz. Spiel aus – „Sieg, Sieg, Sieg“ skandierten die Fans und die überglückliche SG-Abteilungsleiterin Silvia Klein durfte nicht nur Geburtstagsglückwünsche entgegennehmen. döl

SG Lenningen: S. Lamparter, Attinger – Kazmaier (7/5), Brugger (6), Renz (5), Wiesinger (4), Braunwarth (3), Austen (2), Kirschmann (2), J. Lamparter (2), Schwohl (2), Haid (1), Leitner (1), Wald (1)

SSV Hohenacker: Schmalzried, Stukowski – Schmidt (12), Fischer (6/4), Mayer (4), Fröschle (3), Gendig (3), Rudolf (3), Fritz (1), Federhofer, Holzapfel

Zuschauer: 230

Schiedsrichter: Hanselmann/Strauß (Magstadt)