Lokalsport

Fast alle Mann an Bord

Landesliga: Weilheims Gegner TV Echterdingen noch mit Problemen – David Hertel ist Stütze

Nach dem Frust in Frickenhausen mit Lust ins Match gegen den TV Echterdingen: Landesligist TSV Weilheim könnte sich per Sieg ins obere Tabellendrittel verbessern.

Fu§ball TSV Weilheim (rot) - Bad Boll (blau)
Fu§ball TSV Weilheim (rot) - Bad Boll (blau)

Weilheim. Lob freut im Allgemeinen den Menschen. Im Fußball ist das nicht immer so. So hielt sich die Freude bei den Weilheimer Funktionären nach der bitteren 2:3-Niederlage beim FC Frickenhausen am vergangenen Freitag in Grenzen – obwohl sich beispielsweise Frickenhausens sportlicher Leiter Klaus Uhl beeindruckt von der Leistung der Limburgstädter zeigte und Selbiges auch entsprechend kundtat.

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„Lob haben wir auch in der vergangenen Saison sehr oft vom Gegner kassiert“, erinnert sich Weilheims Sportlicher Leiter Günther Friess, „was häufig fehlte, waren allerdings die Punkte.“ Zumindest haben die Weilheimer als Tabellensiebter diesmal nach zwei Spieltagen bereits drei Zähler auf dem Konto, was den ersten Druck von der Mannschaft nimmt. Trainer Alexander Hübbe will gegen den TV Echterdingen dort ansetzen, wo das TSVW-Team beim letzten Heimauftritt (3:1 gegen den TSV Bad Boll) aufgehört hat: Mit klugen und schnellen Aktionen, unter anderem über den schnellen Kai Hörsting, den Gegner in Bredouille bringen. Heute Abend ist das Abschlusstraining und Trainer Alexander Hübbe kann mit einem regen Trainingsbesuch rechnen. Bis auf wenige Urlauber ist der Kader komplett, es gibt keine akut Verletzten.

Das Weilheimer Auftaktprogramm ist bekanntlich nicht von schlechten Eltern. „Drei der vier am häufigsten genannten Meisterschaftskandidaten haben wir in den ersten vier Partien“, sagt Friess mit Blick auf den Spielplan, „aber wir haben auch jüngst in Frickenhausen gezeigt, dass wir mit einem vermeintlich stärkeren Gegner durchaus mithalten können.“ Der TV Echterdingen gehört eben zu jenen Favoriten, konnte jedoch beim bislang einzigen Spiel der Punktrunde nur bedingt überzeugen. Das Team von Trainer Karl-Heinz Fuhrmann quälte sich gegen den SV Ebersbach zu einem 0:0. Quälen ist durchaus wörtlich zu nehmen. Beobachter attestierten der Mannschaft noch konditionelle Probleme. Für Fuhrmann ist das kein Wunder. „So extrem habe ich einie Vorbereitungszeit auf eine Saison noch nie erlebt“, hadert der Coach, „aufgrund vieler Verletzter und Urlauber war die Vorbereitung sehr schwierig.“

Zudem hatten die Echterdinger das Stimmungstief nach dem Abstieg zu kämpfen: Das Team von den Fildern musste am 19. Juni in der Relegation dem FC Albstadt das Ticket für die Verbandsligarunde 2011/2012 überlassen. „Ein schwarzer Tag“ war dies für den Club, wie es auf der Homepage der TVE-Fußballer unmißverständlich heißt.

Acht Neuzugänge kicken nunmehr in den Goldäckern – darunter auch David Hertel, unter Trainer Rolf Baumann einst in der Saison 2009/2010 mit einigen beachtenswerten Auftritten in der VfL-Oberligamannschaft aufgefallen und nun auch einer der vielen VfL-Abgänger. Dass der Defensivakteur eine Verstärkung für die Echterdinger darstellt, zeichnet sich schon nach der ersten Partie ab. Die Lokalpresse sah in Hertel beim Match gegen Ebersbach den „überragenden Spieler auf dem Platz“. Günther Friess ist trotzdem nicht bange. „Unsere Jungs haben auch bei der Partie gegen den FC Frickenhausen gegen Ex-Oberligakateure des VfL gespielt und sich sehr gut geschlagen.“

Derweil steht der Tabellenzweite FC Frickenhausen vor dem Auftritt in Bargau. Die jüngste Empfehlung des FC Germania: Ein 2:0-Erfolg beim ehemaligen Teckbotenpokalsieger TSV Bad Boll. Augrund der besseren Tordifferenz thront der TSV Deizisau momentan der der Landesligaspitze. Übermorgen gastiert der TSVD beim FC Eislingen: Der FCE ist nicht gut aus den Startlöchern gekommen, wartet nach zwei Spielen sowohl auf den ersten Punkt, als auch auf das erste Tor.