Lokalsport

Favorit wider Willen: Alles schaut auf den TSV Weilheim

Fertig machen zum Massenstart: Die Rekordzahl von 17 Teams begibt sich übermorgen in der Kreisliga A auf die Hatz um Tore, Triumphe und Titel. Besonderes Augenmerk gilt Teckbotenpokal-Champion TSV Weilheim.

REIMUND ELBE

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KIRCHHEIM Günther Friess, Urgestein und langjähriger Multifunktionär in Weilheim, schaute sich am vergangenen Mittwoch aufmerksam das WFV-Pokalspiel zwischen dem VfL Kirchheim und Oberligist TSV Crailsheim an. An der heißen Diskussion um die umstrittenen Elfmeter zugunsten der Gäste (wir berichteten) beteiligte sich der erfahrene Schiedsrichter mit diplomatischem Geschick. "Einen Elfer hätte ich als Schiri gegeben, den anderen sicher nicht." Friess blickte im Anschluss an die für lokale Verhältnisse hochkarätige Partie auch schon freudig dem kommenden Rundenstart in der Kreisliga A entgegen.

"Alle Urlauber sind zurück, die Mannschaft arbeitet gut, deshalb bin ich für das erste Saisonspiel gegen den TSV Neckartenzlingen zuversichtlich". Über den sonntäglichen Gegner wissen die Weilheimer nicht allzu viel. Friess: "Die Neckartenzlinger waren längere Zeit in der Kreisliga B in der Nürtinger Ecke unterwegs, als Aufsteiger darf man sie allerdings nicht unterschätzen." Der von gut der Hälfte der Kreisliga A-Clubs als Titelfavorit gehandelte TSV Weilheim auch Erzrivale TSV Holzmaden prophezeit übrigens dem Team von Spielertrainer Oliver Klingler eine sehr erfolgreiche Saison muss also von Beginn an Vorschusslorbeeren rechtfertigen. Kein leichter Job.

Von den Vereinen aus der Teckregion hat übermorgen nur noch der TSV Holzmaden Heimrecht. Die Mannen von Martin Knorr bekommen es mit Aufsteiger SV Nabern zu tun. Es treffen somit zwei Teams aufeinander, deren erstes Ziel es in dieser Runde ist, das Schlimmste zu verhindern. "Nichtabstieg" gibt Knorr als Ziel aus, die kecken Vereinsbosse des SVN wünschen sich "einen Platz im Mittelfeld" nach dem letzten Spieltag.

Für die SGEH beginnt das Unternehmen Wiederaufstieg mit einem Trip nach Grafenberg. Auf dem idyllisch gelegenen Sportgelände im Kreis Reutlingen wird sich zeigen, ob das frühe Aus der SGEH im Pokal wirklich ein Gradmesser für den aktuellen Leistungsstand des Absteigers aus der Bezirksliga war. Der guten Laune auf der Alb haben allerdings weder der Abstieg noch der Pokalflop Abbruch getan. "Wir wollen wieder aufsteigen", heißt es unisono von den Spielertrainern Antonio Portale und Danell Stumpe vor dem ersten Spieltag. Das Trainerduo kann nahezu auf den selben Kader bauen, wie in der vergangenen (Bezirksliga-)Runde.

Etwas forscher als noch eine Spielzeit zuvor gehen die Neidlinger in die neue Saison. Trainer Volker Krissler macht kein Hehl daraus, dass er mit seiner Mannschaft "vorne mitspielen" will. Um dafür eine gesunde Basis zu schaffen, sollte deshalb beim sonntäglichen Gastspiel in Neckarhausen ein Sieg her.

Nur drei Kilometer von Neckarhausen entfernt steigen die SF Dettingen in die neue Saison ein. Weder Gastgeber TSV Altdorf noch die SFD rechnen sich zum Favoritenkreis in der Kreisliga A. Dettingens neuer Trainer Alexander Musumeci wäre froh, wenn sein Team am Ende der Runde "auf einem einstelligen Platz" rangieren würde, Altdorfs neuverpflichteter Chefcoach Jürgen Bauder will schlichtweg nur "den Klassenerhalt".

Die Punktspielpremiere von Trainer-Wiedereinsteiger Alexander Kuhnt geht auf den Fildern über die Bühne: Der TSV Oberlenningen misst sich mit dem TSV Wolfschlugen, seines Zeichens Überraschungsabsteiger aus der Bezirksliga. Nachbarschaftspflege betreiben derweil Aufsteiger FC Unterensingen und der TSV Oberboihingen. Die Partie zwischen dem AC Catania Kirchheim und dem FC Frickenhausen II wurde auf Donnerstag, 14. September, verlegt. Ebenso Pause hat auch noch der frühere Notzinger Spielertrainer Stefan Haußmann. Der VfB Neuffen greift erst am kommenden Donnerstag gegen den TB Neckarhausen ins Geschehen ein.