Lokalsport

FCN-Rückzug hat Folgen

Bezirksliga-Torjäger haben nach Nürtinger Aus weniger auf dem Konto

Wenige Spieltage vor Saisonende wird wieder auf die Torjägerliste geschaut: Die treffsichersten Schützen bei Oberligist VfL Kirchheim sind mit Ferdi Er und Emrah Polat zwei Mittelfeldspieler. Nach dem Ausschluss vom FC Nürtingen 73 in der Bezirksliga können sich noch neun Spieler berechtigte Hoffnungen auf die Torjägerkrone machen.

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KLAUS-DIETER LEIB

Kirchheim. In der Kreisliga A ist Nelson Abrantes vom TSV Ohmden der beste Torschütze unter den Teckvereinen, und in der Kreisliga B steht Spielertrainer Marc Mayer vom TV Unterlenningen immer noch als Abwehrspieler an vorderster Front.

„Gute Stürmer kosten nun mal viel Geld“, sagte VfL-Trainer Michael Rentschler unlängst auf die Frage, warum die Teckstädter bisher noch keinen „Knipser“ verpflichten konnten. Die Kirchheimer Angreifer Antonio Tunjic, Selim Altinsoy und André Gonsior haben bisher jeweils „nur“ zweimal ins Schwarze getroffen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass der Sturm des VfL mit bisher 26 erzielten Toren zu den schwächsten der Liga zählt.

Die Torschützenliste in der Bezirksliga wurde durch den Rückzug des FC Nürtingen 73 ziemlich durcheinandergewirbelt. Mit Gabriel Andrijevic vom TSV Notzingen und And­reas Rückenbaum vom VfB Neuffen traf es zwei Spieler ziemlich hart, denn beide Akteure hatten gegen die Nürtinger in zwei Spielen fünf Tore erzielt und die wurden jetzt abgezogen. Damit befindet sich keiner der beiden Stürmer mehr unter den Top Ten. Auch der führende SGEH-Spieler Marco Parotta erzielte vier Tore gegen den ehemaligen Landesligisten und büßte dadurch seine alleinige Führung in der Torjägerliste ein. Mit Torben Stingl (TSV Raidwangen), Michael Breier (SF Wernau), Jens Kern (TSV Boll) und Daniel Birkmaier (VfB Neuffen) hatten gleich weitere vier Spieler vier Tore gestrichen bekommen. Mit Michael Thon vom TSV Jesingen und Marco Parrotta haben gleich zwei Spieler aus Teckvereinen die große Chance, am Ende ganz oben in der Torschützenliste zu stehen.

Seit zweieinhalb Jahren spielt Nelson Abrantes beim TSV Ohmden mit großem Erfolg. In dieser Zeit hat der 24-Jährige schon über 80 Tore für die Bergwaldelf erzielt. Seinen Höhenflug will er natürlich fortsetzen. „Ich will in der nächsten Saison unbedingt in der Bezirksliga spielen“, hat Abrantes konkrete Vorstellungen von seiner fußballerischen Zukunft. Trotz seiner 17 erzielten Tore ist der Ohmdener Toptorjäger nicht zufrieden: „Ich hatte mir 30 Tore zum Ziel gesetzt.“ Dass dieser Wunsch nicht in Erfüllung geht, hat zwei Gründe. Zum einen war Abrantes vier Spiele lang verletzt, brauchte danach einige Anlaufzeit. Zum anderen fehlte ihm sein Sturmpartner Manfred Heiland, der fast die komplette Saison verletzt war. „Ich hätte sicherlich mehr Freiraum gehabt, wenn Manne gespielt hätte“, sagt Abrantes, der in den meisten Spielen im Sturm auf sich allein gestellt war. Nur ein Tor weniger erzielte Kai Hörsting vom TSV Weilheim, der ebenfalls noch gute Chancen hat, bester Torjäger unter den Teckvereinen zu werden.

Darauf macht sich Spielertrainer Marc Mayer vom TV Unterlenningen in der Kreisliga B nur wenig Hoffnung: „Ich als Abwehrspieler habe weniger Möglichkeiten, Tore zu erzielen, als ein Stürmer.“ Dennoch steht Mayer mit 22 Treffern zusammen mit Rolf Benning vom TSV Ötlingen immer noch an erster Stelle. Erstaunlicherweise hat der TSV Ötlingen neben Rolf Benning mit Hayri Eren, Chris Kieltsch und Sando Giacobbe gleich vier Spieler unter den besten Zwölf der Torschützenliste.