Lokalsport

Ferenz sei Dank: VfL-Serie hält an

Der 1. April wurde für den VfL zum Tag der Arbeit: Beim 1:0 (0:0) gegen den Aufsteiger TB Kirchentellinsfurt floss mehr Schweiß, als es manche Optimisten im Kirchheimer Lager im Vorfeld für möglich gehalten hätten.

REIMUND ELBE

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KIRCHHEIM Abwechslungsreich war die Partie eigentlich nur aus meteorologischer Sicht. Herrschten kurz vor dem Anpfiff noch 18 Grad, ein laues Lüftchen und etwas Sonnenschein, zuckten während der ersten Halbzeit Blitze über dem Kirchheimer Stadion. Nach der Pause begann es gar in Strömen zu regnen Aprilwetter.

Ähnlich Aufregendes gab das Match zwischen dem VfL und dem Aufsteiger TBK nicht her zu dominant waren die Kirchheimer Gastgeber während der 90 Minuten. Dass es am Schluss trotzdem für die Kirchheimer regelrecht eng wurde, lag an der mangelnden Chancenauswertung. Allzu viele Gelegenheiten gestatteten die Gäste aus der Tübinger Ecke dem VfL zwar nicht das Defensivkonzept von Kirchentellinsfurts Trainer Peter Schwend ging lange Zeit auf das ein oder andere Mal tauchten Michael Rentschlers Mannen aber erfolgversprechend im Strafraum des Neulings auf. Doch ob Kopfbälle, Schüsse oder Kombinationen: Die fehlende Präzision in den Aktionen zog sich wie ein roter Faden durch die Kirchheimer Offensivbemühungen.

Die Teckstädter konnten es allerdings auch besser: Die überzeugendste VfL-Angriffsaktion während der gesamten Spielzeit, eine vom Mittelfeld ausgehende schnelle Ballstafette, schloss Angreifer Pavel Ferenz in der 57. Minute über die rechte Strafraumseite per präzisem Schuss zum 1:0 ab das vierte Tor für den Neuzugang im VfL-Trikot. Erlösend für den VfL, der den Kirchentellinsfurter Gästen vor der Pause nur selten einen Besuch im eigenen Strafraum gestattete. Doch in der Schlussphase legte der TBK alle Hemmungen ab. Bei den mit einem Hauch von Verzweiflung vorgetragenen Angriffen sah die Kirchheimer Abwehr nicht immer souverän aus. Beispielsweise als der nach langer Verletzung Wiedergenesene Georgios Kourtidis auf halblinker Position zehn Meter vor dem Kirchheimer Tor frei zum Schuss kam der Ball verfehlte das Gehäuse nur um Zentimeter. Oder als Richard Potye, ebenfalls ein Rekonvaleszent, per Kopf und Fuß das Kirchheimer Tor ins Visier nahm.

Michael Rentschler sah die Sache nach dem Abpfiff allerdings nicht so eng. "Wir haben dem TB Kirchentellinsfurt fast keine Torchancen gestattet, das zeigt doch, dass wir in der Defensive gut gearbeitet haben", sagte er mit der Gelassenheit eines Trainers, der aus sechs Partien im Jahr 2006 nun mittlerweile 16 Punkte zu Buche stehen hat. Der fast schon unheimliche Siegeszug des VfL in der Verbandsliga nach schwacher Hinrunde geht jedenfalls weiter und der vorzeitige Klassenerhalt ist zum Greifen nah. Der VfL in dieser Saison: Fast schon so wechselhaft wie das Aprilwetter.

VfL Kirchheim:

Gühring Eisenhardt, Grimm (71. Isci), Siopidis, Lovric A. Meha (86. Korkmaz), Er, Heilemann, Raspe, Polat Ferenz (69. F. Meha).TB Kirchentellinsfurt:

Schmiling Eisenblätter, Deininger (79. Ghirmai), Schimpf Konietzny, Conte, Fogl, Totskas, Gscheidle (67. Kourtidis) Potye, La Fonza (5. Novak).Tor:

1:0 (57.) Ferenz.Gelbe Karten:

Er, Grimm.Zuschauer:

200.Schiedsrichter:

Marcel Beck (Marlach).