Lokalsport

Feucht-fröhlicher Schlusspunkt unter eine runde Sache

Wintersport Am Abschlusswochenende der Skirennserie um die Leki Race Challengebieten TSV Weilheim und TSV Jesingen den 160 Teilnehmern trotz Wetterkapriolen Topbedingungen. Von Uli Weißinger

Linus Bauer vom TSV Weilheim hat die Klasse der U12 gewonnen und darf sich nun auf ein Trainingswochenende mit Skistar Benni Raich freuen. Foto: Bernd Maier

Obwohl Regen und nahezu zweistellige Temperaturen nicht gerade die perfekten Begleiter für Skirennläufer sind, war auch das zweite Rennwochenende der Leki Race Challenge ein voller Erfolg. Dieser Ansicht waren nicht nur die Organisatoren des TSV Weilheim und TSV Jesingen, sondern auch die Teilnehmer, die am Hochhäderich in Riefensberg ihre Kräfte maßen.

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Schnellster bei den Männern war an beiden Tagen wieder Finn Haug vom TSV Weilheim, der damit auch die Gesamtwertung der Leki Race Challenge gewann. „Leider habe ich am Sonntag ein paar Fehler gemacht. Ich hatte die letzte Startnummer und habe dann auch nicht mehr alles riskieren können. Das hat mich die Tagesbestzeit gekostet“, erzählte der 22-Jährige. Die schnellste Zeit sicherte sich an diesem Tag der Altersklassenfahrer Zoltan Demeter aus Aalen, der in der Vergangenheit bereits deutscher Meister der IT-Rennserie war, bei der alle Computer-Experten deutschlandweit gegeneinander antreten.

Herausforderung für die Helfer

Am Samstag hatte der Dauer-Nieselregen den mehr als 30 Helfern alles abverlangt. Damit die Pistenverhältnisse für die über 160 Läufer überhaupt renntauglich blieben, waren zwischen den Startern immer wieder „Rutschkommandos“ im Einsatz. Mit Schaufeln und Rechen bewaffnet, rückten die 20 Freiwilligen den durchweichten Schneehaufen an den Toren zu Leibe, damit alle halbwegs gleiche Bedingungen hatten. Am Nachmittag war der Schnee neben der Rennstrecke allerdings schon so weich und stumpf, dass aus Sicherheitsgründen der zweite Lauf der Jugendlichen und Erwachsenen abgesagt werden musste.

Trotzdem war die Stimmung bei Läufern und Zuschauern gut. Jedenfalls sorgten die Witterungsbedingungen wie bereits beim ersten Rennwochenende der Serie zwei Wochen zuvor, als es zweistellige Minustemperaturen hatte, für regen Gesprächsstoff. Motto an diesem Tag: „Heute werden wir nur einmal nass.“

Die Wetter- und Pistenverhältnisse verlangten aber nicht nur den Helfern und Zuschauern viel ab. Auch die Rennläufer mussten alles geben. Der schwere Schnee, gepaart mit der anspruchsvollen Piste, flößte vor allem den ganz Kleinen - einige davon erst fünf Jahre alt - Respekt ein. Gleich zwei Steilhänge mit einer flachen Gleitpassage mussten sie in dem rund eine Minute langen Lauf bewältigen. Auf Schanzen verzichteten die Organisatoren zwangsläufig. Weil der Pistenbully sich beim Schanzenbau im weichen Schnee eingegraben hätte, wurde statt eines Vielseitigkeitslaufs ein normaler Riesenslalom gesteckt.

Am Sonntag ließ sich dann sogar die Sonne blicken, was allerdings die Temperaturen fast in den zweistelligen Bereich klettern ließ. Ohne Rutscher ging auch an diesem Tag nichts. Und nass wurden alle wieder. Dieses Mal aber nicht von oben. Die von den Organisatoren bereitgestellten Getränke fanden bei den Helfern reißenden Absatz. Motto des Tages: „Geschwitzt wird nur einmal.“ Allerdings konnten trotz Wärme alle vier Durchgänge, zwei bei den Kindern und zwei bei den Erwachsenen, wie geplant stattfinden.

Alle Ergebnisse der Leki Race Challenge unter www.tsv-weilheim.de

Ins Trainingslager mit Benni Raich

Dabei sein ist alles: Auch bei der Leki Race Challenge gilt dieses Motto. Bei Siegerehrung und Tombola gab es unabhängig von der Platzierung wieder viele attraktive Sachpreise. Unter anderem ein Trainingslager mit dem österreichischen Skistar Benni Raich, über das sich Linus Bauer vom TSV Weilheim als Sieger der Klasse U12 freute.uli