Lokalsport

Finale adieu?

Die TTF Liebherr Ochsenhausen haben das Schwabenderby im Halbfinale um die deutsche Tischtennis-Meisterschaft mit 3:1 gegen den TTC Müller Frickenhausen/Würzburg gewonnen. Chuang Chih-Yuan und Tiago Apolonia punkteten für das Johansson-Team. Für den Gast aus Frickenhausen war Bastian Steger erfolgreich.

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Ochsenhausen. Während die Gäste in unveränderter Aufstellung mit Kenta Matsudaira, Tan Rui Wu und Bastian Steger aufliefen, vermisste man in der Aufstellung der Oberschwaben die Nummer zwei, Adrian Crisan. Trainer Anders Johansson schickte Chuang Chieh Yuan, Tiago Apolonia und Pär Gerell ins Rennen.

Im Eröffnungseinzel traf der für Kroatien spielende Chinese in Diensten des TTC Müller Frickenhausen/Würzburg, Tan Rui Wu, auf den „Mister Zuverlässig“ der Gastgeber, Chuang Chieh Yuan, der mit seinem Sieg letzte Woche im Champions-League-Spiel gegen Timo Boll wesentlichen Anteil am Sieg der Oberschwaben hatte. Bereits nach wenigen Ballwechseln zeigte sich, dass der Taiwanese in einer bestechenden Form ist, sodass Tan bei der 0:3-Niederlage nicht den Hauch einer Chance hatte.

Im Anschluss traf Kenta Matsudaira auf den jungen Portugiesen Tiago Apolonia. Bereits von Beginn an zeigte sich, dass der Portugiese nicht zu den Lieblingsgegnern Matsudairas zählt. Der 18-jährige Japaner verlor den ersten Durchgang mit 11:4. Ein ganz anderes Bild dann im zweiten Satz: Schnell lag der Youngster der Gäste mit 6:2 in Front, ehe Apolonia zum 6:6 ausgleichen konnte. Im Anschluss sahen die Zuschauer ein hochklassiges Match, in dem der Frickenhausener mit 14:12 den Satzausgleich herstellte. Wieder legte Apolonia 11:8 vor, bevor Matsudaira mit 11:7 ausgleichen konnte. Im fünften Satz erwischte der Gast den besseren Start und lag beim Wechsel mit 5:2 in Führung. Trotz eines zwischenzeitlichen 5:5-Zwischenstandes musste Matsudaira nach dem 11:7 seinem Gegner zum Sieg und zur 2:0- Pausenführung gratulieren.

Eine schwere Aufgabe wartete nun auf Bastian Steger, der gegen Pär Gerell unbedingt als Sieger die Box verlassen musste, damit der Tälesclub nicht bereits vorzeitig die Segel für die fünfte Finalteilnahme in Folge streichen musste. Im ersten Durchgang erwischte der amtierende Mannschaftseuropameister einen Start nach Maß, konnte jedoch die 5:2-Führung nicht für einen Satzgewinn nutzen (11:13). Danach zeigte Steger eine konzentrierte Leistung, gewann die Sätze zwei und drei mit jeweils 11:8, ehe der Schwede mit einem 11:5 den Satzausgleich herstellte. Im Entscheidungssatz dominierte der Frickenhausener von Anfang an und sah bei der 9:5-Führung bereits wie der sichere Sieger aus, doch Gerell kam nochmals auf 10:9 heran, ehe Steger durch seinen 11:9-Sieg den Anschlusspunkt sicherte.

Alle Hoffnungen der mitgereisten Frickenhäuser Anhänger ruhten nun auf dem Shootingstar der WM, Kenta Matsudaira im Duell gegen Chuang. In einem Match, in dem beide Akteure Weltklassetischtennis zeigten, spielte sich der Japaner nach deutlich verlorenem erstem Satz (5:11) in einen wahren Rausch und gewann die Sätze zwei und drei mit 11:8 und 11:4. Scheinbar unbeeindruckt von der Leistung seines Gegenübers glich Chuang mit 11:6 aus. Im Entscheidungssatz spielte der Taiwanese fehlerlos und ließ dem jungen Japaner beim 11:7 keine Chance.

Die Schützlinge von Trainer Anders Johansson haben mit diesem Sieg den Grundstein für den Finaleinzug gelegt. Der Finalgegner ist bereits ermittelt: Borussia Düsseldorf siegte in Fulda mit 3:0. ds/tb

Chuang – Tan: 11:8: 11:7, 11:6;

Apolonia – Matsudaira: 11:4, 12:14, 11:8, 7:11, 11:7;

Gerell – Steger: 13:11, 8:11, 8:11, 11:5, 9:11

Chuang – Matsudaira: 11:5, 8:11, 4:11, 11:6, 11:7