Lokalsport

Finale furios

Das mit Spannung erwartete Lokalderby gegen den SC Weiler verloren die Volleyballdamen des TTV Dettingen mit 2:3. Zuvor konnten die TTVlerinnen den erwarteten 3:0-Sieg gegen den TV Murrhardt verbuchen.

DETTINGEN Das Bezirksliga-Heimspiel gegen den Aufsteiger TV Murrhardt war eine einseitige Angelegenheit. Mit 25:19, 25:13 und 25:21 fuhren die Dettinger Damen ohne Mühe den zweiten Saisonsieg ein.

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In der anschließenden Partie gegen den Lokalrivalen SC Weiler brauchten die TTVlerinnen zu lange, um in ihr Spiel zu finden. Die ersten beiden Sätze gingen mit 17:25 und 18:25 klar an die Gäste. Angefeuert von den vielen Zuschauern und motiviert von Trainer Wolfgang Babinger, besannen sich die TTVlerinnen auf ihren Kampfgeist und wendeten das Blatt. Sie bestachen mit ausgezeichnetem Aufschlag-Annahmespiel. Stellerin Sabine Babinger konnte ihre Angreiferinnen immer wieder vorteilhaft und variantenreich in Szene setzen. Besonders gegen die Schnellangriffe fand der Gegner keine adäquaten Mittel, der Lohn war ein 25:14-Satzgewinn. Im vierten Durchgang sorgten vor allem eine sehr sichere Annahme um die glänzend spielende Libera Andrea Großmann und eine überragende Clarissa Preuss im Angriff für den deutlichen Satzgewinn mit 25:13.

Dramatisch verlief das Finale der Tiebreak auf hohem Niveau ging die Partie weiter und war eine Augenweide für die Dettinger Fange-meinde. Den TTVlerinnen gelang fast alles. Präzise und druckvolle Aufschläge, vor allem durch Bianca Regber und Sabine Babinger, genaue Zuspiele und ein perfekt vorgetragener Angriff bestimmten das Geschehen. Nach einer nahezu traumhaften 5:0- und 12:8-Führung träumte man im Dettinger Lager von einem Sieg, doch zwei verschlagene Aufschläge und eine schlechte Annahme brachten Weiler wieder zurück ins Spiel. Der SCW egalisierte den Rückstand und brachte mit drei Punkten in Folge den TTVlerinnen ihre erste Saisonniederlage bei.

Einziges Manko im Dettinger Spiel war die Blockarbeit. Nach dem altersbedingten Rücktritt von Mittelblockerin Kerstin Waber nach der letzten Saison, fehlt hier noch der passende Ersatz, um gegen die druckvollen Angriffe des Gegners Paroli bieten zu können. Wenn dieses Problem behoben werden kann, sind es beste Voraussetzungen, um nach dem in der vergangenen Saison nur knapp verpassten Relegationsplatz dieses Mal die Landesliga fest ins Visier zu nehmen.

aw