Lokalsport

Finale rückt in weite Ferne

Mit zwei klaren Niederlagen wurden die Luftpistolenschützen des TSV Ötlingen am ersten Wettkampfwochen-ende der neuen Bundesligasaison in Weil am Rhein nach Hause geschickt. 0:5 gegen Waldenburg, 1:4 gegen Weil die Rübholz-Cracks rangieren vorerst auf dem vorletzten Tabellenplatz.

WILFRIED WEISS

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WEIL AM RHEIN Auch wenn die Ötlinger eine Niederlage gegen die SG Waldenburg einkalkuliert hatten, so erhofften sie doch auf den einen oder anderen Einzelpunkt. Der erste Auftritt der Waldenburger Schützen in neuer Besetzung zeigte, dass hier ein Titelanwärter auf dem Schießstand stand. Der gegen Boris Graytser angetretene Vladimir Gontcharov demonstrierte erneut Weltklasse: Bereits nach der Hälfte der 40-Schuss-Distanz lag er mit acht Ringen vor Graytser, der nie die Chance hatte, den Rückstand aufzuholen. Am Ende siegte Gontcharov mit 384:374 Ringen.

Ähnlich verlief Paarung zwei zwischen Wolfgang Renner (Waldenburg) und Stefan Scharpf. Konnte Scharpf seinen Rückstand von drei Ringen zur Hälfte der Begegnung noch in Grenzen halten, hatte er zum Ende hin nichts mehr zuzusetzen und verlor mit 378:384. Der auf Position drei für Waldenburg startende Leo Braun ließ der Ötlingerin Susi Horvat nie eine Chance und gewann souverän mit 383:370. Lediglich TSVÖ-Youngster Achim Rieger konnte bei seinem Bundesligadebut gegen Franz Möndel bis zum 20. Schuss mithalten. Erst in den letzten beiden Durchgängen musste er sich seinem erfahrenen Gegner mit 374:380 beugen.

Auch wenn Michael Waibel verzweifelt versuchte, seinen frühen Rückstand gegen den jüngsten Waldenburger, Patrick Lengerer, aufzuholen, musster diesem mit 375:384 auch den fünften Einzelpunkt überlassen. Dass die Waldenburger Schützen zu den Favoriten im Titelkampf zählen, beweist das bisher beste Bundesligaresultat von 1915 Ringen.

Tags darauf galt es, den gastgebenden ESV Weil am Rhein zu schlagen. Boris Graytser war gegen Markus Abt gegenüber dem Vortag nicht wiederzuerkennen. Von Beginn an schoss er konzentriert und lag nach 20 Schuss bereits mit sechs Ringen in Führung. Diesen Vorsprung konnte der Weiler nicht mehr aufholen und musste sich mit 373:381 Ringen geschlagen geben. Gegen Olympiateilnehmer Abdullah Ustaoglu hatte Stefan Scharpf keine Chance. Eine verkorkste zweite Serie mit 90 Ringen bedeutete für ihn den Anfang vom Ende in dieser Partie. Der Weiler siegte klar mit 384:372.

Susi Horvat verlor gegen Thomas Albiez mit einem Ring Rückstand 376:377. Vollkommen von der Rolle schien der Ötlinger Michael Waibel zu sein, der den nötigen Biss vermissen ließ und eine 367:368-Niederlage hinnehmen musste.

Sowohl Susi Horvat als auch Michael Waibel hatten die Möglichkeit, ihre Wettkämpfe für sich zu entscheiden und damit einen Ötlinger Sieg zu sichern. Über die Ursachen dieser unnötigen Niederlage gegen den ESV Weil am Rhein werden die Verantwortlichen des TSV zu urteilen haben. "Wir sind von unserem Ziel Finalteilnahme ein großes Stück entfernt", sagte Abteilungsleiter Joachim Poppek, "jetzt werden wir uns auf den den Klassenerhalt konzentrieren. Die nächsten Wettkämpfe gegen Ulrichshögl und Kehlheim werden zeigen, wo wir in dieser Saison stehen."

In weiteren Begegnungen in Weil am Rhein besiegte der Gastgeber die Mannschaft der SSG Dynamit Fürth mit 5:0, dasselbe Resultat glückte Waldenburg gegen Fürth, wobei die Waldenburger mit 1915 Gesamtringen das Ergebnis gegen den TSV Ötlingen vom Vortag wiederholten.