Lokalsport

Final-Tipp ohne Quote

Mit Kirchheim und Heiningen gibt es zwei klare Favoriten fürs Pokal-Endspiel

Das Final Four im Fußball-Bezirkspokal wird in diesem Jahr in Wendlingen ausgetragen. Am morgigen Donnerstag stehen sich dort im Halbfinale Titelverteidiger VfL Kirchheim II und die SGM Jebenhausen/Bezgenriet (Spielbeginn 13 Uhr) sowie der TSV Notzingen und der 1. FC Heiningen (15.30 Uhr) gegenüber.

VfL Kirchheim II (gelbe Trikots) - Wendlingen
VfL Kirchheim II (gelbe Trikots) - Wendlingen

Kirchheim. Bis auf den VfL Kirchheim II haben alle anderen Halbfinalisten schon zwei Spieltage vor Rundenschluss ihr Saisonziel erreicht. Den Teckstädtern fehlen in der Bezirksliga noch zwei Punkte, um den Aufstiegsrelegationsplatz sicher zu haben. VfL-Trainer Stefan Haußmann spricht deshalb von gleich drei wichtigen Spielen innerhalb von nur acht Tagen für seine Mannschaft: „Wenn wir unsere Saisonziele erreichen wollen, müssen wir schnellstmöglichst in die Erfolgsspur zurückfinden.“ Die Relegation um den Landesliga-Aufstieg und der Bezirkspokal sind die erklärten Ziele des Kirchheimer Trainers.

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Obwohl der VfL in den letzten beiden Bezirksligapartien nicht die schlechtere Mannschaft war, gingen die Spiele in Neckartailfingen und gegen den TSV Wendlingen jeweils verloren. Vielleicht hilft dies, den morgigen Gegner aus der Kreisliga B nicht zu unterschätzen. „Ich hoffe, meine Spieler haben gemerkt, dass es oft nicht reicht, spielerisch die bessere Mannschaft zu sein“, sagt Haußmann. Der B-Ligist aus dem Kreis Göppingen kann immerhin auf eine bisher imponierende Saison zurückblicken. Mit 124 erzielten Toren bei 15 Gegentreffern und nur einer Niederlage kann der Spitzenreiter der Staffel 10 eine beeindruckende Bilanz vorweisen. Damit steht die SGM schon zwei Spieltage vor Rundenschluss als Aufsteiger fest. Auch im Bezirkspokal sorgte die SGM mit einem 4:2-Achtelfinalerfolg gegen den Bezirksligisten FV 09 Nürtingen und im Viertelfinale mit einem 8:7 im Elfmeterschießen gegen den Bezirksligisten AC Catania Kirchheim für zwei faustdicke Überraschungen.

Auch in der anderen Halbfinalpartie gibt es mit dem bereits feststehenden Landesligaaufsteiger 1. FC Heiningen einen klaren Favoriten. „Wenn wir es realistisch betrachten, haben wir eigentlich keine Chance“, meint Notzingens Trainer Thomas Eppinger. Dennoch weiß der ehemalige Landesligaspieler zu genau, dass im Fußball alles möglich ist. „Wir werden alles versuchen, uns gut aus der Affäre zu ziehen, denn blamieren wollen wir uns nicht“, sagt er. Eppinger steht morgen immerhin sein stärkster Kader zur Verfügung. „Meine Spieler haben es sich nach der guten Pokalrunde verdient, in diesem Halbfinale zu stehen“, sagt er. Egal wie die Partie ausgehen wird, die Eichert-Elf hat mit dem frühzeitigen Klassenerhalt ihr wichtigstes Saisonziel schon erreicht.

Für die Verantwortlichen des 1. FC Heiningen geht es darum, nach einer überragenden Bezirksligasaison nun im Pokal das Sahnehäubchen obendrauf zu setzen. „Wir wollen ins Finale“, ist die klare Aussage von Heiningens Abteilungsleiter Oliver Roth. Dort stand der FC noch nie in seiner Vereinsgeschichte. Die meisten Fußballexperten erwarten folglich, dass es am kommenden Sonntag in Wendlingen zum großen Finale zwischen dem VfL Kirchheim II und dem 1. FC Heiningen kommen wird. Die Teckstädter sind zudem Titelverteidiger. Der VfL bezwang im Vorjahr den SC Geislingen im Weilheimer Lindachstadion mit 1:0.