Lokalsport

Freestyle-Flug macht Freude

Am Himmel von Burgos lieferte Klaus Lenhart in seiner Maschine mehr ab, als er erwartet hatte: Bei den elf Tage dauernden Kunstflug-Weltmeisterschaften landete der Kirchheimer auf den Plätzen 35 (klassisch) und 15 (Freestyle).

BURGOS Im spanischen Burgos trafen sich die 49 besten Kunstflugpiloten, um ihren Weltmeister zu ermitteln. Ein gutes Bild gaben die russischen Piloten ab, die genau wie in den Vorjahren dominierten. Auch die Franzosen, mit einem Team junger Luftwaffenpiloten am Start, entpuppten sich als stark. Hingegen konnten sich die mitfavorisierten amerikanischen Spitzenpiloten nicht wie erwartet auf den vorderen Rängen platzieren. Handicap für die Teilnehmer: Die extremen Witterungsbedingungen mit starken Gewittern bedeuteten alles andere als optimale Bedingungen.

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Der Kirchheimer Klaus Lenhart (Fliegergruppe Wolf Hirth) konnte sich in den ersten beiden Programmen (Qualifikation und freie Kür) mit den Plätzen 35 und 32 als bester deutscher Pilot platzieren noch vor dem späteren Freestyle-Weltmeister Klaus Schroth aus Berlin. Die Leistungsdichte im Feld war groß, deshalb musste die Entscheidung in den beiden "Unbekannten Programmen" die erst 24 Stunden vor dem Flug ausgegeben wurden fallen. Im ersten Unbekannten Programm gelang Lenhart ein sehr ruhiger und kontrollierter Flug bis zum letzten Manöver, einer Figur mit sehr hohem Schwierigkeitsgrad, die, vorgeschlagen von der russischen Mannschaft, auf Flugzeuge mit sehr hoher Motorleistung zugeschnitten war. Bei dieser Figur überdrehte Lenhart im Steigflug um 20 Grad und kassierte deshalb 0 Punkte für die komplette Figur. Trotz dieses Patzers konnte sich der Kirchheimer für das zweite Unbekannte Programm qualifizieren, das ihm zu Endrang 35 in den klassischen Disziplinen verhalf.

Im zweiten Teil des Wettbewerbs wurde der neue "Vier-Minuten-Freestyle"-Weltmeister ermittelt. Beim Freestyle, vergleichbar mit Eistanz, kommt es stark auf den Eindruck des Gesamtfluges an. Die Piloten können spektakuläre Airshow-Figuren wie etwa Überschläge einbauen und dürfen auch die Rauchanlage des Flugzeugs einsetzen. Auch ist die Flugrichtung vor den Richtern frei wählbar. In dieser Disziplin flogen die beiden deutschen Piloten weit nach vorne, wobei sich Klaus Schroth zum zweiten Mal den WM-Titel sicherte. Klaus Lenhart ließ einige russische Spitzenpiloten hinter sich und freute sich schließlich über den für ihn hervorragenden Platz 15.

pm