Lokalsport

Frickenhausen im Finale

Trotz einer 3:6-Niederlage im Halbfinal-Rückspiel bei Borussia Düsseldorf zog die Mannschaft von Trainer Qiu ins Finale um die Deutsche Tischtennismeisterschaft ein.

OLAF NÄGELE

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DÜSSELDORF Der TTC steht zum zweiten Mal in seiner Geschichte in einem Endspiel um die Deutsche Tischtennismeisterschaft. Nach einem hochdramatischen Rückspiel gegen Rekordmeister Düsseldorf machte sich die gute Ausgangsposition aus dem Hinspiel (6:1) bezahlt.

Zwei Punkte benötigte das Team von Trainer Qiu. Ma Wenge und Jens Lundquist wurden von Christian Süß und Ryusuke Sakamoto souverän in Schach gehalten. Auch ihren Mannschaftskameraden Torben Wosik und Bojan Tokic ging es nicht besser. Am Ende setzten sich Michael Maze und Bastian Steger ebenfalls ohne Punktverlust durch.

Am vorderen Paarkreuz gingen Ma und Lundquist zwar in Führung, mussten jedoch ebenso schnell den Ausgleich hinnehmen. Ma spielte gegen Steger seine Erfahrung aus, siegte wie schon im Hinspiel mit 3:2. Am Nebentisch lieferte sich Lundquist ein Topduell gegen Michael Maze. Er verlor 1:3 und so lautete auch der Spielstand aus Sicht des TTC. Torben Wosik und Bojan Tokic stellten dann aber mit Siegen den Pausenstand von 3:3 her.

Der Rest war nur noch Formsache. Die 50 mitgereisten Anhänger des TTC, die laut Präsident Wohlhaupter-Hermann, in "dem brodelnden Hexenkessel den Düsseldorfern in punkto Unterstützung in nichts nachstanden", sahen noch "Schaukämpfe" von Ma Wenge gegen Michael Maze und Jens Lundquist gegen Bastian Steger, die zwar hohen Unterhaltungswert, aber auf die Entscheidung keinen Einfluss mehr hatten. Torben Wosik zollte seinen Schmerzen Tribut und gab seine Partie kampflos ab.

Trainer Qiu, der seine Mannschaft in den letzten zwei Wochen akribisch auf den Gegner eingestellt hatte, war voll des Lobes: "Alle Spieler haben eine unglaublich gute Vorbereitung absolviert, haben jeden Tag zweimal trainiert. Und dass die Einstellung stimmte, hat man gesehen."

Finalgegner ist das Überraschungsteam aus Würzburg, das den amtierenden Meister aus Ochsenhausen mit 6:4 und 6:3 ausschaltete. Aufgrund der besseren Platzierung in der Abschlusstabelle der Hauptrunde darf Würzburg bestimmen, ob das Hinspiel erst in Frickenhausen oder in Würzburg stattfinden wird.

Süß/Sakamoto Ma/Lundquist: 11:5, 13:11, 11:9; Maze/Steger Wosik/Tokic: 11:3, 12:10, 16:14; Steger Ma: 9:11, 11:5, 7:11, 11:2, 5:11; Maze Lundquist: 7:11, 11:4, 15:13, 11:9; Süß Wosik: 12:14, 9:11, 7:11; Heister Tokic: 11:8, 8:11, 10:12, 11:13; Maze Ma: 11:9, 11:7, 7:11, 11:8; Steger Lundquist: 6:11, 11:9, 11:2, 8:11, 11:7; Heister Wosik: 11:0, 11:0, 11:0.