Lokalsport

Frickenhausen vor der Nagelprobe

Erster echter Prüfstein für Bundesliga-Spitzenreiter TTC Frickenhausen: Der Täles-Club gastiert am Sonntag beim amtierenden deutschen Meister Müller Würzburger Hofbräu die Neuauflage des Play-Off-Finales der vergangenen Saison.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Auch nach dem jüngsten 6:0-Erfolg gegen Jülich blieb TTC-Coach Qiu erstaunlich gelassen. "Acht Punkte aus vier Spielen ist zwar ein gutes Ergebnis, aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir es lediglich in Gönnern mit einem gleichwertigen Gegner zu tun hatten." Die Siege in Tündern, in Fulda und gegen Jülich waren Pflicht. "Wir müssen sehen, dass wir in dieser Saison ganz vorn dabei bleiben, um unsere Ausgangsposition für die Play-Offs zu verbessern. Da ist jeder Punkt wichtig." Den Erfolg seines Teams möchte er jedoch nicht schmälern. "Alle Spieler absolvieren eine sehr gute Vorbereitung. Es herrscht eine sehr ausgeglichene Atmosphäre."

Die Harmonie im Team scheint sich positiv auf die Akteure auszuwirken. Knappe Spiele, wie sie zuletzt von Ma Wenge oder Jens Lundquist zu sehen waren, entschieden die TTC-Akteure durch Kampf und aufgrund der konzentrierten Leistung. "Die Mannschaft ist reifer geworden", erklärt Manager Reuhl und Präsident Wohlhaupter-Hermann pflichtet ihm bei: "Es war die richtige Strategie, an dem eingespielten Team des Vorjahres festzuhalten."

Inwiefern dies auf die nächste Partie gegen Würzbug zutrifft, wird sich zeigen. In der letzten Saison ging der TTC bei den Franken leer aus und musste sich auch im Finalspiel geschlagen geben. Andererseits scheint der Meister angeschlagen. Gegen Gönnern kassierten die Franken am vergangenen Sonntag ihre erste Saisonniederlage und Würzburgs Nummer eins, Petr Korbl, verletzte sich an der Leiste. Einen Ausfall des tschechischen Nationalspielers zieht Manager Reuhl jedoch nicht ins Kalkül. "Wir gehen davon aus, dass Würzburg in Bestbesetzung gegen uns antritt", sagt er. Der Manager vertraut auf die Stärke seiner Mannschaft: "Wir sind im Moment in sehr guter Verfassung, das Team glaubt an sich."

Um dieses Selbstvertrauen auch während des Spiels aufrecht zu erhalten, saß bereits im Spiel gegen Jülich Dr. Christian Dreher, ehemaliger Nationalspieler und Bundesliga-Profi in Diensten von Düsseldorf und Jülich, an der Box. Er übernimmt während der Spiele die Funktion des Co-Trainers. "Es ist nun mal so, dass wir Trainer Qiu nicht zweiteilen können", sagt Manager Reuhl. "Ein zweiter Coach außerhalb der Box gibt den Spielern mehr Sicherheit. Und die werden wir in den nächsten Partieen sicherlich auch brauchen." Das Spiel beginnt am Sonntag um 13 Uhr in Würzburg.