Lokalsport

Frühe Führungen werden zum Bumerang

Süd-Bundesligist TSV Ötlingen droht weiter der Abstieg: Mit dem Vorhaben, in Waldenbuch endlich den ersten Saisonsieg einzufahren, wurde es nach den 1:4-Niederlagen gegen die SG Ulrichshögl und den SV Kelheim-Gmünd nichts. Die Luftpistolen-Cracks aus dem Rübholz behielten die Rote Laterne.

WALDENBURG Im ersten Kampf trafen die Ötlinger auf die gastgebende SG Ulrichshögl einen Mitkonkurrenten im Tabellenkeller, gegen den sich die Rübholz-Cracks ihren ersten Saisonsieg erhofft hatten. Doch beim frommen Wunsche blieb's.

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Susi Horvat lag gegen Tobias Steinberger (SGU) bereits nach 20 Schuss mit fünf Ringen im Hintertreffen und musste am Ende der 40-Schuss-Distanz den Sieg klar ihrem Gegner überlassen (359:370). Stefan Scharpf behauptete in seiner Begegnung gegen Sandra Schönmetzler nach 30 Schuss einen 6-Ringe-Vorsprung, und wenngleich die letzte Serie nur magere 89 Ringe erbrachte, behielt er einen Vorsprung und gewann zuletzt hauchdünn (373:372). Auch Michael Waibel führte gegen Jan-Erik Aeply bis zum Ende der dritten Serie mit zwei Ringen. Die letzte Serie brachte für ihn nur 92 Ringe, während Aeply nochmals auftrumpfte (96) und schlussendlich 377:375 gewann. Ähnlich wie Horvat erging es Achim Rieger im Duell mit Regina Altbauer. Diese zog von Beginn an mit zwei 96er-Serien davon und ließ sich ihren überzeugenden 382:366-Sieg nicht mehr aus der Hand nehmen. Damit war die Niederlage des TSV Ötlingen beim Stande von 1:3 bereits besiegelt.

Die spannendste Partie in diesem Wettkampf war die Begegnung zwischen dem amerikanischen Nationalmannschaftsschützen Daryl Szarenski (SGU) und dem frisch gebackenen türkischen Meister Yusuf Dikec im Dress des TSVÖ. Beide starteten mit sehr guten 96 Ringen. Nach 20 Schuss lag Dikec mit einem Ring in Führung, baute diese nach 30 Schuss auf zwei Ringe aus. Dann beendete er seinen Wettkampf mit guten 381 Ringen als Erster. Szarenski blies zur Aufholjagd holte 99 Ringe und erzielte damit Gleichstand. Im ersten Durchgang des Stechens erzielten beide Schützen eine Neun, mit dem zweiten Schuss legte der Ulrichshögler eine Zehn vor. Dikec konterte . . . mit einer Neun. Ötlingen hatte verloren mit 1:4.

Tags später traten die Ötlinger gegen den Tabellendritten SV Kelheim-Gmünd an, und holten dabei auch die erwartete Niederlage ab. Denn Kehlheim hatte mit Munkhbayar Dorjsuren, Roberto di Donna und Monika Martin ihre erste Schützengarde auf die Stände geschickt. Wider Erwarten gestalteten sich die Begegnungen zu Beginn erfreulich für den Außenseiter: Vier Ötlinger lagen nach der ersten Serie vorn, Dikec mit zwei Ringen, Waibel und Scharpf jeweils mit einem Ring und Rieger sogar mit drei Ringen. Nur Horvat lag bereits mit sieben Ringen hinten.

Nach der zweiten Serie wendete sich das Blatt, nur Dikec hielt seinen Vorsprung gegen Dorjsuren. Waibels 89 Ringe parierte di Donna mit 96 Ringen und ging in Führung, Monika Martin überholte Stefan Scharpf um einen Ring und Achim Rieger musste den Kelheimer mit der gleichen Differenz vorbei ziehen lassen. Der Vorsprung von Thomas Karsch gegen Susi Horvat wuchs auf elf Ringe an (377:365). Michael Waibel unterlag di Donna mit 373:383, Stefan Scharpf gab seine Partie gegen Monika Martin mit 370:376 Ringen ab. Den Ein-Ringe-Vorsprung aus der zweiten Serie konnte Achim Rieger gegen Thomas Kirchmeier nicht mehr aufholen, sodass es am Ende 371:370 für Kirchmeier stand. Lediglich Yusuf Dikec bereitete der Kelheimerin Dorjsuren beim 381:377 eine Niederlage. Das konnte aber die Freude der Bayern nicht schmälern, die nun in der Tabelle Platz zwei einnehmen.

Der TSV Ötlingen verblieb nach sechs Wettkämpfen auf dem letzten Tabellenplatz und muss nun alles daran setzen, beim letzten Wettkampf im Januar gegen Heidelberg einen deutlichen Sieg zu erringen, um wenigstens Platz sieben und die Relegationswettkämpfe zu erreichen.

In weiteren Begegnungen in Ulrichshögl schlugen die Kelheimer den SV Heidelberg mit 4:1. Heidelberg unterlag mit demselben Ergebnis Gastgeber Ulrichshögl.

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