Lokalsport

Fumic freut sich über Platz sieben

Mountainbike-Weltcup: Spannende Rennen in Albstadt – Schwarzbauer schon wieder Zweiter

Cannondale-Biker Manuel Fumic hat sich beim Weltcup in Albstadt steigern können und Platz sieben belegt. Christian Pfäffle vom MTB Teck verzeichnete in der U23-Klasse als 17. ebenfalls eine Verbesserung. Luca Schwarzbauer fuhr bei den Junioren erneut auf Rang zwei.

7, Fumic, Manuel, Cannondale Factory Team, , GER
7, Fumic, Manuel, Cannondale Factory Team, , GER

Albstadt. Wie schon eine Woche zuvor ging Manuel Fumic eher defensiv ins Rennen. Vor rund 15 000 Zuschauern lag der Kirchheimer nach einer Runde auf dem zehnten Platz. Auf dem vier Kilometer langen Kurs auf steilem Gelände, der ein Überziehen rasch bestraft, bildete Fumic danach mit dem von hinten anrollenden deutschen Meister Moritz Milatz und Vorjahres-Sieger Daniel McConnell eine Dreier-Gruppe, die hinter den Verfolgern des späteren Sieger Julien Absalon unterwegs war.

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Als dem Trio der schwächer werdende Franzose Maxime Marotte von vorne gewissermaßen entgegen kam, da spürten sie ihre Chance auf den fünften Podiumsplatz. „Da hat es angefangen mit unseren Attacken“, berichtete Fumic. In der fünften Runde erreichte das Trio Marotte – Folge: Der Franzose war dem Tempo nicht gewachsen und fiel auf Platz acht zurück. Fumic wurde mit Daniel McConnell in den Kampf um Rang sechs verwickelt, den er schließlich um vier Sekunden verlor. Mit 2,25 Minuten Rückstand auf Julien Absalon (1.29,24) erreichte er als Siebter das Ziel.

„Es war ein Super-Rennen vor einem Super-Publikum“, war Fumic hinterher begeistert, „mit meiner Leistung bin ich auch zufrieden. Vom Podium bin ich nicht mehr weit weg.“ 23 Sekunden fehlten ihm genau. So viel schneller war Milatz als Fünfter.

In der Weltcup-Gesamtwertung bleibt Manuel Fumic Siebter. Absalon baute seine Führung vor Nino Schurter aus.

Christian Pfäffle wurde im U23-Rennen am Sonntagmorgen als bester Deutscher 17. Der Lexware-Fahrer kam gut ins Rennen und machte binnen einer Runde 15 Positionen gut. An 16. Stelle führte er eine fünfköpfige Gruppe in die vierte Runde. „Dann wollte keiner die Führung übernehmen. Ich hätte einfach durchziehen sollen, habe aber abgewartet. Im nächsten Anstieg hat bei mir auf einmal der Druck gefehlt“, sagte er. „Insgesamt war es ein Schritt nach vorne, ich habe mich schon wesentlich besser gefühlt als in Nove Mesto“, meinte er. U23-Europameister Jordan Sarrou gewann das Rennen in 1.20,39 Stunden.

Pfäffles Vereins- und Teamkollege Luca Schwarzbauer stand im vierten Rennen der UCI Junior Serie zum dritten Mal als Zweiter auf dem Podium, zum dritten Mal durfte er sich dabei zudem die dänische Nationalhymne anhören. Ob er die nun schön findet oder nicht – lieber würde er natürlich die deutsche Hymne hören. Einmal siegte er allerdings auch schon, doch in Graz war Andreassen nicht vor Ort.

Dennoch nahm der Lexware-Biker den zweiten Platz gelassen hin – mit Andreassen verbindet ihn eine freundschaftliche Beziehung. Den Tag in Albstadt genoss er jedenfalls. „Ich muss sagen, es war das schönste Rennen, das ich jemals gefahren bin. Die Zuschauer waren so geil, unglaublich“, meinte er. Das Publikum sah ein begeisterndes Junioren-Duell. Der Nürtinger und der Däne ließen ihren Begleiter, den Franzosen Hugo Pigeon, in der zweiten von fünf Runden zurück und duellierten sich fortan.

Schwarzbauer sah man häufig an erster Position, doch abhängen konnte er Andreassen nicht. Im Gegenteil. In der vorletzte Runde attackierte der Skandinavier und riss eine Lücke. „Simon war am Berg einfach stärker“, bekannte Schwarzbauer, den am Ende Krämpfe plagten. 19 Sekunden Rückstand hatte er nach fünf Runden auf Andreassen (59,04 Minuten).