Lokalsport

Fumic will den ersten Weltcupsieg

Das Bundesliga-Rennen in Heubach steckte noch in den Knochen, als sich die MTB-Profis aus der Region auf den Weg machten, zum Weltcup in Madrid. 2002 war er Fünfter, 2004 war er Vierter, und 2005? Mit Rang drei wäre Lado Fumic am Sonntag in der spanischen Hauptstadt wohl nicht unzufrieden, doch das Ziel heißt: erster Weltcupsieg.

EDGAR VELOCI

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KIRCHHEIM/MADRID "Ich werde in Madrid voll auf Angriff fahren", kündigt Lado Fumic seinen nächsten Versuch an, endlich ein Weltcup-Rennen zu gewinnen das erste für einen deutschen Fahrer seit Mike Kluges Erfolg 1993. So stark wie sich Fumic beim Weltcup-Auftakt in Belgien präsentierte, ist ein Sieg nicht pure Illusion. Doch es gibt etliche, die dies verhindern wollen: Der Heubach-Sieger und Weltranglisten-Erste Roel Paulissen zum Beispiel war 2004 Zweiter hinter seinem inzwischen gesperrten belgischen Landsmann Filip Meirhaeghe. Olympiasieger Julien Absalon (Frankreich) muss man eigentlich in jedem Wettkampf auf der Rechnung haben und auch der Spanier Jose Hermida rechnet sich in seinem Heimrennen einiges aus.

Auf dem schnellen Kurs im Stadtpark Casa del Campo ist es wichtig, in Tuchfühlung mit der Spitze zu sein. Dort entwickelt sich meist ein Rennen in Gruppen, fast wie bei einem Straßenrennen. Lücken zu schließen kostet in Madrid viel Kraft. Müde habe er sich am Anfang der Woche gefühlt, sagt auch Manuel Fumic. Seine furiose Aufholjagd nach dem Sattelbruch in Heubach hat Kraft gekostet. In punkto Sattelbruch zeigt man sich bei den Fumics inzwischen sensibel: Auf der Homepage www.fumic.de stellte der U23-Weltmeister klar, dass keinerlei Materialrisiko im Spiel gewesen sei. Derselbe Sattel habe auch schon zum WM-Titel getragen. In Madrid geht Manuel Fumic also mit einer neuen Sitzgelegenheit in den zweiten Weltcup-Lauf. "Ich denke, die Beine sind okay bis Sonntag. Der Kurs liegt mir einigermaßen, ich freu mich drauf", meint er. Man darf gespannt sein, ob der 23-Jährige seine Leistung von Belgien wiederholen kann.

Dass die Form gut ist, daran hat auch Stefan Sahm (Giant Racing Team) keine Zweifel mehr. Der Bissinger nahm von Heubach die Gewissheit mit, dass die Kurve nach oben zeigt. Die drittbeste Rundenzeit im Schlussabschnitt belegt dies. Weil er beim Weltcup-Auftakt in Spa krankheitshalber passen musste, geht er am Sonntag mit dem Handicap eines schlechten Startplatzes ins Rennen. Zuletzt hat Sahm, wie es scheint erfolgreich, Kraftdefizite aufgearbeitet. Dazu dient ihm sein Spezialberg bei Wiesensteig.

Marc Gölz muss auf der ersten Runde in Heubach aufbauen. Der Weilheimer kam als Elfter aus der ersten Schleife, bevor ihn die müden Beine vom samstäglichen Umzug von Weilheim nach Albershausen schließlich zum Aufgeben zwangen. Am vergangenen Montag hat er deshalb gleich noch einmal trainiert und im übrigen die Umzugsarbeiten weitgehend Freunden und Familie überlassen. Aller Wahrscheinlichkeit nach muss Gölz am Samstag erst noch die Qualifikation bestreiten. "Ich denke, dass ich die problemlos überstehe", meint er. Sein Ziel im Casa del Campo: möglichst viele Weltcup-Punkte sammeln.