Lokalsport

Fumic zündet Turbo zur richtigen Zeit

In einer fulminanten Schlussphase holte sich Mountainbikeprofi Lado Fumic (Kirchheim) beim gestrigen Bundesliga-Auftakt in Offenburg den zweiten Platz.

EDGAR VELOCI

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OFFENBURG/REINACH Vor mehr als 10.000 Zuschauern lag der Kirchheimer in der ersten Hälfte des Rennens nur in der zweiten Verfolgergruppe zwischen Rang fünf und acht. Moritz Milatz (Freiburg) und Florian Vogel (Schweiz) bestimmten bis zur vierten von sieben Runden auf der technisch schwierigen Strecke an der Spitze das Geschehen. 20 Sekunden dahinter lagen Silvio Bundi (Schweiz) und der Neuseeländer Kashi Leuchs. Weitere 20 Sekunden später folgte die Fumic-Gruppe.

In der vierten Runde passierten zwei Dinge gleichzeitig. Vorne konnte Milatz das Tempo von Vogel nicht mehr halten und weiter hinten begann Lado Fumics starke Zeit. Er führte seine Gruppe mit dem U23-WM-Dritten Nino Schurter (Schweiz) und mit Peter Riis Andersen (Dänemark) näher an die Spitze heran. In der vorletzten Runde ließ er seine zwei Begleiter stehen und ging an Milatz vorbei. Auf der letzten Fünf-Kilometer-Schleife überholte er auch noch Kashi Leuchs, um schließlich im Finish auch noch Bundi abzufangen.

"Der Turbo hat spät gezündet, aber dann richtig", meinte Fumic im Ziel, das er mit 1.26 Minuten Rückstand auf Florian Vogel (1.52,42 Stunden) erreichte, "am Anfang ging es nicht gut, ich habe mich sehr müde gefühlt". Fumic weiter: "Für das zweite Saisonrennen war das gar nicht so schlecht."

Marc Gölz hatte nach dem Bundesliga-Auftakt nicht viel zu berichten: Er lag etwa an 22. Stelle, als er das Rennen nach der Hälfte völlig entkräftet aufgab. Er schien noch am Jetlag zu laborieren.

Diesen Rückschluss hatte schon das Rennen am Tag zuvor zugelassen: Beim Swisspowercup in Reinach war das Rennen für Lado Fumic schnell beendet. Er lag nach zwei Startloops an der Spitze einer sechsköpfigen Führungsgruppe, als er auf Asphalt ausrutschte und stürzte. Der Sturz an sich war harmlos, doch brach ihm dabei der Bremshebel komplett ab. Konsterniert musste er neben der Strecke verfolgen, wie sein Teamkamerad Marc Gölz (Weilheim) auf den 16. Platz fuhr. Gölz hatte in den Startloops große Probleme und benötigte lange bis er richtig ins Rennen fand.

"Am Anfang ging gar nichts, ich war brutal müde. Dann kam die Kraft zurück", sagte Gölz, der mit 6.52 Minuten Rückstand auf den Schweizer Sieger Martin Gujan das Ziel erreichte.

Max Berner (Team Giant-Nolte Küchen) belegte im Juniorenrennen über 22,4 Kilometer Rang 20, Benedict Bosler (Kross Racing Team Haspel) wurde 30, Torsten Lehmann wurde nach Satteltausch 36. Kai Kautz hatte in Reinach mit Schaltungsproblemen zu kämpfen, stürzte und belegte Platz 51 im Amateurrennen.