Lokalsport

Fumic-Brüder fahren der Weltspitze hinterher

Auch beim Heim-Weltcup im sauerländischen Willingen gelang den MTB-Profis aus der Region kein Top-Ergebnis. Lado Fumic und Manuel Fumic konnten als 20. und 26. nicht überzeugen. Sieger wurde der Schweizer Christoph Sauser mit 20 Sekunden Vorsprung auf Marco Bui (Italien) und 44 Sekunden vor Julien Absalon (Frankreich).

EDGAR VELOCI

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WILLINGEN Pech war es dieses Mal nicht. Keine Kette, kein Plattfuß stellte sich den Cross-Country-Piloten dieses Mal in den Weg. Fehlende Leistungsfähigkeit attestierte Lado Fumic sich und seinem Bruder gleich mit. Das war besonders ernüchternd, weil die Brüder zum ersten Mal in dieser Saison ohne nennenswerte Probleme durch einen Weltcup-Lauf kamen.

Manuel Fumic hatte sich offensichtlich viel vorgenommen. An erster Position stürmte er den ersten langen und zähen Schotteranstieg hinauf. Doch schon wenige Minuten später ging ihm "der Strom" aus. So beschrieb er den Einbruch, der ihn bis in die dritte von neun Runden auf Rang 46 zurück warf. Lado Fumic hielt noch eine Runde lang Kontakt zur Spitzengruppe, doch dann war auch für ihn das Rennen bereits gelaufen. "Wir haben irgendetwas falsch gemacht", rätselte der Kirchheimer nach dem Rennen über Ursachen für das erneut schwache Abschneiden. Auf der konditionell anspruchsvollen Strecke war es schwierig, zu überholen. "Aber das war nicht das Problem", bekannte der Ältere der beiden Brüder. Er fiel bis auf Position 26 zurück, kämpfte sich dann auf den letzten beiden Runden noch auf Platz 20 nach vorne und schloss den vierten Weltcup-Lauf schließlich mit 5:58 Minuten Rückstand auf den Gewinner Christoph Sauser (Schweiz, 1:59:30 Stunden) und nur knappe sieben Sekunden vor Jochen Käß (21.) als bester Deutscher ab.

Manuel Fumic konnte sich Runde um Runde zwar noch nach vorne schieben aber der Knoten wollte nicht platzen. "Es tut mir Leid für das Publikum", meinte er im Ziel. "Ich wollte heute so viel zeigen aber irgendwie ging es nicht." Der 23-Jährige zeigte sich nach dem Rennen völlig niedergeschlagen.

Auch Stefan Sahm (Bissingen) musste ein ernüchterndes Ergebnis einstecken. Beim 28-Jährigen liegen die Ursachen aber nahe. Seit vergangenen Dienstag hatte er mit Magenproblemen zu kämpfen. "Vermutlich habe ich das unterschätzt", meinte er nach Rang 79 mit zwei Runden Rückstand. BDR-Teamarzt Olaf Schumacher (Freiburg) hielt eine Salmonellen-Vergiftung für möglich. Nach zwei Runden wollte Sahm bereits aussteigen.

Marc Gölz kam auf der engen Startrunde nicht nach vorne. Erst in der zweiten Runde arbeitete er sich bis auf Rang 85 vor, doch dann musste er nach einem Kettenklemmer zur Reparatur in die Technische Zone. Von Position 140 aus versuchte er, zu retten, was zu retten war. Aus der verkorksten Weltcup-Saison will er jetzt Konsequenzen ziehen. Das Thema Weltcup scheint erledigt. "Ich werde mich künftig auf die nationalen Rennen konzentrieren", kündigte der Weilheimer an.

Die Damen retteten die deutsche Bilanz. Sabine Spitz wurde erneut Zweite, 39 Sekunden hinter Gunn-Rita Dahle (Norwegen) und 1:41 vor Marie-Hélene Premont (Kanada). Nina Göhl (Freiburg) auf Platz neun und Ivonne Kraft (Gaggenau) auf elf vervollständigten ein starkes Mannschaftsergebnis. Im Gesamtweltcup belegt Lado Fumic jetzt den neunten Platz, Manuel Fumic konnte sich sogar auf Rang 14 verbessern. Stefan Sahm ist 60.