Lokalsport

Fumics gehen fremd: Regio-Tour als WM-Test

KIRCHHEIM Lado und Manuel Fumic packen für kurze Zeit wieder das Rennrad aus: Das Kirchheimer Brüderpaar startet bei der Regio-

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EDGAR VELOCI

Tour im Badischen. Die Teilnahme an der 21. Regio-Tour für Straßenradfahrer bildet für die Fumic-Brüder einen wichtigen Baustein in der Vorbereitung auf die Cross-Country-Weltmeisterschaft in Livigno Anfang September. 728 Kilometer verteilt über fünf Etappen auf bergigem Terrain in Südbaden warten vom 10. bis 14. August auf die Kirchheimer, die als einzige Mountainbiker gemeinsam mit U23-Nationalfahrern in einer Mannschaft stehen.

Lado Fumic bestreitet die Rundfahrt zum fünften Mal und weiß, was ihn erwartet. "Bisher hat sie bei mir immer gut funktioniert", weiß er. Für Manuel Fumic ist die Regio-Tour absolutes Neuland. "Verstecken will ich mich trotzdem nicht", sagt er, meldet aber keine Ambitionen an, vorne mitzufahren. "Ich will gesund bleiben."

Die Rundfahrt soll für einen Leistungsschub sorgen, der spätestens bei der WM in Livigno wirken soll. Zuvor fliegen die Brüder, genauso wie Stephan Sahm, nächste Woche zur Marathon-WM nach Lillehammer (Norwegen).

Am vergangenen Montag gegen halb acht Uhr klingelten übrigens Vertreter der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) überraschend in der Kirchheimer Gaußstraße sie baten zur Blut- und Urinprobe. "Das ist eigentlich keine Zeit für mich", lachte Manuel Fumic, um dann ernsthaft hinzuzufügen: "Aber mir war der Test recht. Es wird sowieso zu wenig kontrolliert." Obwohl die Mountainbike-Szene nicht dieselbe Doping-Vorgeschichte hat wie die Straßenradszene, ist auch der Cross-Country-Sport kein sauberes Idyll. Erst vor gut einer Woche wurde ein Dopingfall bekannt: Der Niederländer Erwin Bakker wurde vor dem Weltcup in Kanada positiv auf das Blutvolumen steigernde Mittel Epo getestet.