Lokalsport

Furore-Zweiter TSV Owen fährt ohne Druck ins Ötlinger Rübholz

Im Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga B erwartet die TG Kirchheim den Tabellenführer SV Nabern. Der TSV Owen als Tabellenzweiter ist zu Gast beim TSV Ötlingen und will weiter für Furore sorgen.

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM "Es macht richtig Spaß in die Zeitung zu schauen", so die Worte von Jürgen Kammerer, dem Trainer des TSV Owen. Auch die kühnsten Optimisten hätten nicht erwartet, dass die Herzogstädter nach vier Spieltagen auf dem zweiten Tabellenplatz stehen sehr zur Freude von Kammerer: "Wir genießen die aktuelle Situation." Auch beim TSV Ötlingen sieht der TSVO-Coach sein Team nicht chancenlos: "Wir machen keinen Druck und gehen die Sache ganz locker an." Für Kammerer kommt der bisherige Erfolg gar nicht so überraschend: "Wir haben ein gleichwertig besetztes Team." Das Mittelfeld um den 37-jährigen Routinier Ralf Bäumler sowie Markus Kammerer und Sezer Kusdil ist die Schaltzentrale in einer gut harmonierenden Mannschaft. Dazu kommen noch die beiden torgefährlichen Stürmer Hamit Geckin (sechs Tore) und Florian Walter (drei).

Den schlechtesten Saisonstart seit drei Jahren hat der TSV Ötlingen zu beklagen und Trainer Marcus Lepadusch sieht seine Mannschaft am Sonntag gegen den TSV Owen in der Pflicht: "Wir müssen dieses Spiel unbedingt gewinnen." Dabei wird der Ötlinger Trainer das System umstellen, erhofft sich dadurch den gewünschten Erfolg.

Auch der VfL Kirchheim II hat sich den Saisonstart sicherlich anders vorgestellt. Gegen die SGEH II soll der erste "Dreier" unter Dach und Fach gebracht werden. Schon in den vier Spielen sah Trainer Frank Röhm seine Mannschaft als jeweils besseres Team: "Wir haben es versäumt, unsere Vielzahl von Torchancen zu nutzen." Dies soll sich in den kommenden Wochen ändern, denn seither konnte Röhm erst zehn Minuten vor Spielbeginn die Aufstellung bekannt geben, weil es immer ein komplett anderer Kader war. Aber ab Sonntag stehen ihm genügend Spieler zur Verfügung.

Mit der TG Kirchheim und dem SV Nabern stehen sich am Sonntag zwei der vier bisher ungeschlagenen Mannschaften gegenüber. Dennoch sieht TG-Trainer Constantino Giacobbe sein Team als klaren Außenseiter: "Alles andere als ein Erfolg des SV Nabern wäre eine Überraschung." Mit einer knappen Niederlage wäre Giacobbe schon zufrieden. Das liegt auch daran, dass der TG-Coach immer noch nicht mit seiner Wunschformation antreten konnte. Auch am Sonntag muss er urlaubsbedingt auf vier Stammspieler verzichten.

"Das zweite Jahr wird immer schwerer", ist sich Spielertrainer Michael König vom SV Nabern sicher. "Die Mannschaften kennen uns und werden bestimmt 20 Prozent mehr geben, deshalb denken wir nur von Spiel zu Spiel." Gegen die TG Kirchheim erwartet König einen ernsthaften Konkurrenten um den Aufstieg.

Viel Brisanz steckt sicherlich im Nachbarschaftsduell zwischen dem TSV Ohmden und dem TSV Schlierbach. Dabei zählt für die Gastgeber nur ein Sieg. Nach drei Auftaktniederlagen steht der TSV Schlierbach auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Vor einer relativ leichten Aufgabe steht der TSV Jesingen II beim Tabellenletzten FC Unterensingen II. In vier Spielen haben die Gastgeber schon 33 Gegentore bekommen. Der TASV Kirchheim will sich mit einem Sieg gegen den TV Unterlenningen im vorderen Tabellendrittel festsetzen

In der Kreisliga B, Staffel 5 spielt der SV Nabern II bereits am morgigen Samstag bei Marsonija Frickenhausen. Nach vier Niederlagen in Folge belegt die zweite Garnitur des SV Nabern als einzige Mannschaft ohne Punktgewinn den letzten Tabellenplatz.