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Fußball-Kreisliga B, Staffel 6: TG Kirchheim und TSV Weilheim II enteilen Konkurrenz

Fußball-Kreisliga B, Staffel 6: TG Kirchheim und TSV Weilheim II enteilen Konkurrenz

Zum Rückrundenstart der Fußballkreisliga B, Staffel 6 zeichnet sich ein Zweikampf um Titel und Relegationsplatz ab. Die TG Kirchheim und der TSV Weilheim, seit dem Sieg im Nachholspiel am vergangenen Wochenende Tabellenführer, sind der Konkurrenz weit enteilt.

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Klaus Schorr

Kirchheim. Ohne allzu hoch gesteckte Ziele und von der Konkurrenz nicht größer beachtet, legte die TG Kirchheim eine furiose Vorrunde hin und überwinterte auf Platz eins. Der vor fast genau einem Jahr vollzogene Trainerwechsel vom glücklosen Bernhard Feldmann hin zu Branko Kalfic erwies sich als Glücksgriff. Kalfic ist gleichsam Denker und Lenker und hat der in den letzten Spielzeiten oft zerstrittenen Truppe ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl vermittelt. Weil sich die TGK weiter verstärkt hat, meint Abteilungsleiter Wolfgang Kretzschmar vor der zweiten Halbserie: „Wenn wir die ersten beiden Spiele gegen Dettingen und Nabern gewinnen, läuft es wohl endgültig auf einen Zweikampf mit Weilheim hinaus.“

Angetan von der Hinrunde zeigt sich auch Weilheims Trainer Jürgen Fritsch, zumal es am vergangenen Sonntag zum Auftakt einen 1:0-Sieg über Unterlenningen gab: „Wir sind noch ungeschlagen, da muss man zufrieden sein. Alle Spieler ziehen voll mit, jeder fügt sich ohne zu murren in die Mannschaft ein.“ Das disziplinierte Auftreten seiner Truppe sei wichtiger Bestandteil des Erfolgs, in der Rückrunde soll nun die Krönung folgen: „Wir wollen der TG Kirchheim so lange wie möglich Paroli bieten und zum Schluss die Nase ganz vorne haben.“ In der Tat ging Fritschs junge Weilheimer Bezirksliga-Reserve mit der Favoritenbürde unerwartet selbstbewusst um. Knackpunkt dabei war vielleicht auch der Saisonauftakt, als man ein 0:1 gegen Angstgegner Dettingen kurz vor Schluss noch in ein glückliches Remis umwandeln konnte und auch das zweite Spiel im Rübholz nach einem Rückstand noch 2:1 gewann. Fortan eilten die Limburgstädter von Sieg zu Sieg und punkteten nur beim 0:0 im Spitzenspiel gegen die TGK nicht voll.

Heißester Verfolger des Spitzenduos ist der SV Nabern. Seit der Rückkehr von Torjäger Markus Prettner haben die Mannen vom Oberen Wasen kein Spiel mehr verloren. Das 0:3 im Derby gegen Topfavorit Weilheim II am 11. Oktober war die bislang einzige Heimniederlage. Seither holten die Maier-Schützlinge 16 von 18 möglichen Punkten. Gleich die ersten beiden Heimspiele im März gegen Oberlenningen und vor allem gegen Titelaspirant TG Kirchheim werden zeigen, ob die Erfolgsserie fortgesetzt werden kann. Entsprechend positiv hört sich auch das Fazit von Naberns spielendem Abteilungsleiter Michael Dangel an: „Der bisherige Saisonverlauf ist zufrieden stellend. Vor allem auch, dass Trainer Axel Maier neue Impulse und frischen Schwung in die Mannschaft brachte.“ Sein Ziel: „Den dritten Tabellenplatz verteidigen.“

Vergleichbar ist die Situation auch beim TSV Schlierbach. Seit Uwe „Mucki“ Schulz das Traineramt vor knapp einem Jahr übernommen hat, ging es stetig bergauf. Mittlerweile findet sich der TSVS in ungewohnten Tabellenregionen wieder. Sogar Titelmitfavorit TG Kirchheim konnte in einem begeisternden Match mit 3:1 besiegt werden. Nach der maximalen Ausbeute aus den letzten drei Partien des alten Jahres geht die Schulz-Truppe frohen Mutes in die zweite Halbserie. „Wir sind natürlich sehr zufrieden und hoffen, dass es so weitergeht. Ziel ist es, unter den ersten Fünf zu bleiben und vielleicht die Favoriten noch zu ärgern“, so der neu ins Amt gewählte TSVS-Spielleiter Marc Schiedl. Richtungsweisend sind auch für den TSVS gleich die ersten beiden Begegnungen nach der Winterpause in Holzmaden und gegen Weilheim.

Zur Runde der besten Fünf gehört auch der TSV Holzmaden. Nach mäßigem Saisonstart steigerten sich die Mannen von Coach Helmut Hartmann zusehends. Dennoch sind die Ambitionen der „Saurier“ höher, legt man die Aussagen von Abteilungsleiter Manfred Stark zugrunde. „Wir hatten uns einen besseren Tabellenplatz erhofft. Aufgrund unserer Verstärkungen in der Winterpause schielen wir noch auf den Relegationsplatz, wobei der Abstand wohl zu groß ist, um ihn noch zu erreichen“, so Stark. Michael Thons Wechsel von Jesingen zu den „Sauriern“ war der Knüller der Winterpause. Man darf gespannt sein, wozu die Holzmadener mit ihm noch fähig sind.