Lokalsport

"Fußballwelt steht kopf"

Nach dem Schlusspfiff war VfL-Vorsitzender Winfried Scholz nicht mehr zu halten. Der Mann war hochgradig begeistert und beglückwünschte die Spieler noch auf dem Rasen des Olympia-Stadions für das 2:0 beim Spitzenreiter eine tolle Leistung.

LAUPHEIM Mit jetzt 25 Punkten hat der VfL eine ebenso imponierende wie unerwartete Vorrunde gespielt, steht auf dem dritten Tabellenplatz. Winfried Scholz konnte es fast nicht glauben: "Der VfL stellt die Fußballwelt auf den Kopf."

Anzeige

Dabei musste Trainer Michael Rentschler kurzfristig auf Torsten Raspe verzichten. Der hatte am Samstagmorgen auf Grund eines Grippevirus absagen müssen. "Diesen Ausfall haben wir gut kompensiert, jeder hat für den anderen gekämpft", lobte Rentschler sein Team. Für den erkrankten Raspe kam Rasmus Dashi in die Mannschaft und zeigte bis zu seiner Auswechslung ein gutes Spiel. Seit dem Heimspiel gegen den FC Wangen (4:4) ist Stürmer Antonio Singh aus der VfL-Mannschaft nicht mehr wegzudenken. "Ich bin froh, dass der Trainer mir das Vertrauen geschenkt hat. Ich werde weiter an mir arbeiten", gab sich der erst 20-Jährige für seine weitere Zukunft sehr selbstbewusst.

Nicht nur der Sturm, auch die VfL-Abwehr leistet im Herbst 2004 hervorragende Arbeit. In den letzten vier Spielen kassierte die Kirchheimer Hintermannschaft nur ein Gegentor. Was besonders Torwart Patrick Gühring freut. "Meine Vorderleute erleichtern mir meine Arbeit enorm", sagte er. Gerade gegen den (Laupheimer) Paradesturm zeigten die Kirchheimer Abwehrrecken, dass sie nicht zu Unrecht in 15 Begegnungen erst 16 Gegentore kassiert haben, in sieben Spielen sogar gar keines.

In den denkwürdigen 92 Spielminuten in Laupheim bekamen die Fans für ihren Obulus etwas geboten. "Die Zuschauer haben ein sehr gutes Verbandsligaspiel gesehen", sagte denn auch Michael Rentschler. Der Laupheimer Coach Gursel Purovic war weniger zufrieden. "Wir haben jetzt drei Spiele in Folge kein Tor erzielt."

Mit einem Sieg im letzten Spiel dieses Jahres will Purovic dennoch auf dem ersten Tabellenplatz überwintern. Die VfL-Welt ist derweil rosarot nach dem 2:0: Wenn's so weitergeht, droht noch Aufstiegsgefahr. Und Archontis Siopidis machte sich selber das schönste Geschenk: Am Samstag wurde er 27.

kdl