Lokalsport

Ganz ungewohnt: TTC verliert

Ganz neues Gefühl für die Frickenhausener Tischtennis-Cracks: Beim 4:6 gegen den TTC Grenzau hagelte es vor rund 400 Besuchern dieerste Bundesliga-Niederlage 2005/06. Nach acht Spieltagen führt nunmehr TTF Ochsenhausen mit 14:2 Punkten die Tabelle vor dem Täles-Club und Borussia Düsseldorf (je 13:3) an.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN War der Respekt vor dem TTC Grenzau zu groß? Im Vorfeld war dem Frickenhausener Gegner eine ansteigende Form bescheinigt worden die Westerländer mit Zoltan Fejer-Konnerth, dem Drittplatzierten bei den Liebherr German Open in Magdeburg, machten den Vorschusslorbeeren diesmal alle Ehre.

Dabei sah es nach den Doppeln gar nicht so schlecht aus für die Cracks aus dem Täle. Ma Wenge und Jens Lundquist machten den schnellen Satzrückstand gegen Blaszczyk/Cheung wett und erkämpften noch den Punkt. Torben Wosik und Bojan Tokic gelang solch ein Kunststück gegen Keen/Fejer-Konnerth nicht. Sie steigerten sich zwar im dritten Satz und gestalteten ihn ausgeglichen, aber am Ende konnten die Grenzauer einen 3:0-Sieg verbuchen. "Eng" ging es weiter. Jens Lundquist und Lucjan Blaszczyk kamen in ihrem Direktduell fast nicht von der Platte weg die ersten zwei Sätze gewann der Pole in der Verlängerung, dann kam der Schwede im Frickenhausener Dress auf 1:2 heran. Im vierten Satz reichten die Spielstandtafeln der Schiedsrichter nicht mehr aus, denn nach mehreren vergebenen Satz- und Matchbällen hieß es 21:21 (!). Im Schlussspurt machte Grenzaus Nummer eins dann alles richtig und gewann.

Ma Wenge hatte es mit dem Niederländer Trinko Keen zu tun auch hier brachte erst eine Verlängerung die Entscheidung. Letztlich entschied das packende Match mit fulminanten Ballwechseln Frickenhausens Nummer eins für sich: Ma Wenge bewies einmal mehr seine in diesem Herbst so gute Form. Im Duell der deutschen Nationalspieler Torben Wosik und Zoltan Fejer-Konnerth setzte der Grenzauer seinen Aufwärtstrend fort. Wosik hielt dagegen, erzwang einen fünften Satz, konnte jedoch die Niederlage nicht abwenden. Bojan Tokic hatte mit Cheung wenig Mühe. Mit einem klaren 3:0-Sieg stellte er den 3:3-Pausenstand her.

Ausgeglichen blieb es auch nach den Partien am vorderen Paarkreuz. Mit seinem Sieg besserte Ma seine Einzelbilanz gegen den Polen Blasczcyk auf und ist nun mit 13 gewonnenen Saisonspielen punktgleich mit Timo Boll. Danach hatte Jens Lundquist gegen den sehr guten Trinko Keen das Nachsehen (0:3). Es stand 4:4 die Entscheidung musste, wie schon gegen Ochsenhausen, am hinteren Paarkreuz fallen.

Dort agierte Wosik in seinem Spiel gegen Cheung überhastet und nervös, was viele Fehler nach sich zog und ihm eine weitere Niederlage bescherte. Das 4:5. Bojan Tokic blieb gegen Zoltan Fejer-Konnerth ebenfalls erfolglos, bog im vierten Satz zwar einen 5:8-Rückstand noch um und rettete sich in den Verlängerungssatz, musste sich dort jedoch der Spielstärke des Deutschen beugen. Das 4:6 erstmals in dieser Saison hatte der TTC Frickenhausen ein Bundesliga-Spiel verloren.

"Grenzau war heute das eingespieltere Team", urteilte Frickenhausens Trainer Qiu hinterher enttäuscht. Dennoch blickt er positiv nach vorn: "Daheim gegen Düsseldorf müssen wir am Sonntag einen Punkt holen. Vorausgesetzt, die Spieler kommen gesund aus der Türkei zurück." Mit einem 4:6 im Gepäck reisen die Frickenhausener nach Adana, wo es im ETTU-Pokal heute gegen Masa Tenisi Ihtisas SK geht.

TTC Frickenhausen TTC Grenzau 4:6: Ma/Lundquist: - Blaszczyk/Cheung 3:1 (5:11, 11:6, 11:9, 11:9), Wosik/Tokic - Keen/Fejer-Konnerth 0:3 (4:11, 5:11, 11:13), Ma - Keen 3:2 (9:11, 11:8, 5:11, 11:9, 11:9), Lundquist - Blaszczyk 1:3 (10:12, 11:13, 11:6, 21:23), Wosik - Fejer-Konnerth 2:3, (8:11, 11:7, 7:11, 11:6, 8:11), Tokic - Cheung 3:0 (11:7, 11:9, 11:8), Ma - Blaszczyk 3:1 (11:8, 8:11, 11:3, 11:8), Lundquist - Keen 0:3 (8:11, 0:11, 8:11), Wosik - Cheung 1:3 (4:11, 9:11, 15:13, 7:11), Tokic - Fejer-Konnerth 2:3 (9:11, 11:9, 3:11, 13:11, 4:11).