Lokalsport

Gefällige Kirchheimer

VfL-Riege wird noch Verbandsliga-Dritter

Es ging um nichts mehr – nur noch ums Prestige. Doch Kunstturn-Verbandsligist VfL Kirchheim II konnte zum Ligen-Abschluss noch einmal gefallen.

Sindelfingen. Durch den dritten Platz im Ligafinale konnte sich die VfL-Riege in der Abschlusstabelle noch um einen Platz verbessern. Sie schloss die Saison mit zehn Tabellenpunkten und Rang drei ab. Der Verbandsliga-Titel ging an den TV Wetzgau II (14) vor der Spvgg Mössingen (13). Der Wettkampf war nicht nach dem Scoresystem ausgetragen worden, sondern es zählte allein die Summe der Wertungen an den sechs Geräten.

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Nachdem sich die VfL-Turner nach der Vorrunde als Vierter im Mittelfeld der Tabelle platziert hatten, waren im Ligafinale weder Aufstiegschancen noch eine Abstiegsgefahr gegeben. Insofern galt das Ziel, sich vor den Zuschauern noch einmal gut zu präsentieren. Mit einer gesunden Mischung aus An- und Entspannung startete das VfL-Team am Barren: Thomas Knemeyer, Simon Schlick und Marius Gebhardt turnten sicher durch, leisteten sich allerdigs mehrere kleinere Haltungs- und Technikfehler. Allein Fabian Geyer kam auf eine hohe Ausführungsnote. Mit 47,8 Punkten am Barren lag der VfL an diesem Tag im hinteren Bereich der Mannschaften.

Ganz anders sah es dann am Reck aus: Hier gab es zwar auch einige Abzüge, von den Schwierigkeiten der gezeigten Elemente mischten Simon Schlick, Benjamin Leitner, Fabian Geyer und Markus Benz jedoch vorne mit und waren mit 41,25 Punkten das zweitbeste Team an diesem Gerät. Beim Bodenturnen fehlte es im Vergleich zur Konkurrenz an höherwertigen Elementen. Hier machte sich das krankheitsbedingte Fehlen der Bodenspezialisten Tarkan Dogan und Manuel Halbisch bemerkbar. Der letzte Platz war die Folge (50,65).

Am Pauschenpferd zeigten die VfL-Turner ihr ganzes turnerisches Können: Marius Gebhardt ging volles Risiko mit einer sehr anspruchsvollen Übung. Simon Schlick, Thomas Knemeyer und Fabian Geyer turnten ihr Programm sicher durch, letzterer mit hervorragender Ausführung und Technik. Mit 43,65 Punkten turnte Kirchheim zusammen mit dem TV Wetzgau am Pferd gewissermaßen in einer eigenen Liga. Die anderen Teams lagen etliche Punkte dahinter. Auch an den Ringen spielten die VfL-Wettkämpfer vorne mit (43,45). Auf Nachwuchsturner Henning Weise war wie gewohnt Verlass. Er steuerte 10,20 Punkte zum guten Ergebnis bei. Mittelschwierige Sprünge über den Sprungtisch, gepaart mit sauberer Ausführung und sicherem Stand, führten letztlich zu Platz drei im Ligafinale und der Abschlusstabelle.jw