Lokalsport

Gelassen in die Restrückrunde

Jesinger sehen sich als Fünfter voll im Soll

Betonte Lässigkeit in den Jesinger Lehenäckern: Der Tabellenfünfte setzt sich für den weiteren Saisonverlauf nicht unter Druck. „Wir sind genau da, wo wir hin wollten“, sagt TSVJ-Trainer Viktor Oster.

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Kirchheim. Vierter, Achter, Vierter: Der TSV Jesingen hat in den vergangenen drei Jahren unter Beweis gestellt, dass er eine der besseren Adressen in der Bezirksliga ist. In seiner ersten Saison als verantwortlicher Trainer ist Viktor Oster auf dem besten Weg, an die erfolgreiche Arbeit der jüngeren Vergangenheit anzuknüpfen. Zur Halbzeit der aktuellen Runde auf Rang fünf liegend, wagt der Neu-Coach schon mal den Blick über den Tellerrand. „Langfristig wollen wir ganz oben mitmischen und irgendwann auch aufsteigen.“

Ob dies diese Saison schon gelingen kann, ist fraglich. Zu dünn war der Kader, was sich nach den verletzungsbedingten Ausfällen einiger Stammkräfte vor allem zum Ende der Hinrunde bemerkbar machte. Trotzdem wurde personell nicht aufgerüstet in den Lehenäckern. „Wenn die Langzeitverletzten zurückkehren, sind das ja quasi Neuzugänge“, meint Oster. Vor allem auf Einsätze von Benjamin Tolunay, der seit seinem Wechsel vom SSV Göppingen vor Saisonbeginn permanent verletzt war, ist Oster gespannt. Aber auch solch Arrivierte wie Christian Schleser, Dirk Augustin oder Alexander Schroeder rissen mit ihren Ausfällen Löcher in den Kader. Wären die Jesinger vom Verletzungspech verschont geblieben, sei laut Oster noch mehr drin gewesen. „Die Mannschaft kann mehr, als der fünfte Platz derzeit ausdrückt“, glaubt er.

Nichtsdestotrotz präsentierte sich der TSVJ im bisherigen Saisonverlauf als zu unkonstant, um tatsächlich schon ganz oben mitmischen zu können. Grandiosen Spielen wie dem 5:1 gegen Raidwangen folgten oft schwächere Auftritte (1:5 gegen Esslingen, 2:2 gegen Großbettlingen, 1:2 gegen Oberesslingen). Hinzu kommt eine im Vergleich zu hohe Quote an Gegentoren: 32 Mal klingelte es bislang im Jesinger Gehäuse, so oft wie in keinem anderen Tor der Top-Fünf-Clubs. Kein Wunder also, dass Abteilungsleiter Steffen Mauz sagt: „So schwankend wie wir in dieser Saison spielen, wäre ich am Ende mit dem fünften Platz vollauf zufrieden.“

Alles andere als zufriedenstellend war die Platzsituation in der Vorbereitung. Witterungsbedingt musste Oster sein Team mehrere Male zum Training auf den Ohmdener Kunstrasen bitten. Da der Jesinger Trainer in der Bergwaldgemeinde wohnt und dort bestens bekannt ist, gab es allerdings keine Abstimmungsprobleme mit dem TSVO. Trotz dieser Umstände glaubt man sich beim TSVJ gut gerüstet für den Rest der Saison. Warum auch nicht? Schließlich hielt man beim 0:4 im Testspiel gegen Oberligist VfL Kirchheim vor vier Wochen richtig gut mit – ein echter Mutmacher. pet