Lokalsport

Gerüchteküche brodelt

Nachrichtensperre beim VfL – Neuausrichtung bei TG – Dementis beim TSVW

Wer kommt, wer geht, wer bleibt – drei spannende Fragen, die das Personalkarussell auch im hiesigen Amateurfußball mit Schwung anschieben. Mittendrin im nachsaisonalen Diskutierzirkel auch der VfL Kirchheim, die TG Kirchheim und der TSV Weilheim.

Während Weilheims Trainer Alex Hübbe (links) seinen Kader bereits beisammen hat, sind die Personalplanungen für VfL-Coach Mario
Während Weilheims Trainer Alex Hübbe (links) seinen Kader bereits beisammen hat, sind die Personalplanungen für VfL-Coach Mario Kienle (Mitte) und TG-Abteilungsleiter Wolfgang Kretzschmar (re.) noch nicht abgeschlossen. Fotos: Calagan (2)/Jacques

Kirchheim/Weilheim. Kaum ist die reguläre Saison vorbei, fängt sie bereits kräftig zu brodeln an, die Gerüchteküche. Beim VfL Kirchheim denken sie allerdings nicht daran, Luft aus dem Kessel zu lassen, im Gegenteil: Die Fußballabteilung hat bis 30. Juni eine Nachrichtensperre verhängt. Dass dies gleichermaßen viel- wie nichtssagend ist, scheint die Verantwortlichen nicht zu stören. Abteilungsleiter Fabian Preuß ist im Urlaub, Trainer Mario Kienle geht nicht ans Telefon, und Spielleiter Thomas Beller gibt sich dünnlippig. „Wir wollen keine Negativschlagzeilen mehr“, sagt er. Zuletzt hatten er und Preuß sich öffentlich widersprochen, was den Stand der Personalgespräche für den Bezirksligakader angeht. Wie viele Spieler sich nun tatsächlich bereit erklären, in der achten Liga das VfL-Trikot zu tragen, ist also weiter unklar. Nur so viel will Beller verraten: „Zu sagen, wir hätten keine Zusagen für die neue Saison, wäre eine Lüge.“

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Der Mann hat recht: Immerhin ist mit Sasa Lukic von der TG Kirchheim ein VfL-Neuzugang bereits auf Umwegen bestätigt. Wolfgang Kretzschmar, Abteilungsleiter der vergangenen Donnerstag in der Relegation am Bezirksliga-Aufstieg gescheiterten Turngemeinde, nennt den zuletzt gesperrten Abwehrmann als definitiven Abwanderer zum Nachbarverein. Zweiter Abgang ist Francesco Di Martile, der dem Lockruf des ehemaligen TG-Spielertrainers Goran Popovic zur TSV Oberensingen erlegen ist. Damit jedoch nicht genug – laut Kretzschmar werden noch weitere Spieler den Verein im Zuge einer Neuausrichtung verlassen, die die TG nach dem verpassten Aufstieg anstrebt. „Wir müssen wieder mehr auf den Nachwuchs setzen“, so Kretzschmar.

Gesagt, getan: Zur kommenden Saison wird erstmals seit vier Jahren wieder eine A-Jugend-Mannschaft gemeldet, rund 20 Spieler stehen bereits im Wort. Mit diesem Unterbau plant die TG zur Saison 2015/16 sogar, eine zweite aktive Mannschaft auf die Beine zu stellen. Ob Gaetano Caruana dann immer noch Spielertrainer der Ersten sein wird, bleibt offen. Obwohl der Verein erst kürzlich mit dem 33-Jährigen verlängert hat, steht sein Engagement im Zuge der Neuausrichtung plötzlich wieder auf der Kippe. Beide Seiten wollen auf jeden Fall diese Woche noch eine Entscheidung bekannt geben.

Von Gerüchten nicht verschont bleibt auch der nach dem VfL-Abstieg ranghöchste Teckklub, der TSV Weilheim. So waren zuletzt Heiningens Topstürmer Franco Petruso (25) und der ehemalige VfL-Oberligatorwart Michael Stowers (28) unter der Limburg im Gespräch gewesen. „Beide sind kein Thema für uns“, dementiert jedoch TSVW-Trainer Alexander Hübbe, der seinen Kader für die kommende Landesligasaison bereits beisammen hat. Der nach André Kriks (vom SV Bonlanden), Christopher Eisenhardt (FC Frickenhausen) und Markus Schweizer (SC Geislingen) vierte und letzte Weilheimer Neuzugang heißt Fatih Özkahraman. Der 25-jährige Stürmer wechselt nun doch vom VfL unter die Limburg, wo Alexander Hübbe ihn und seine neuen Teamkollegen am 9. Juli zum Trainingsauftakt bitten wird.

Wie lange sich die TSVW-Kicker auf die neue Saison vorbereiten müssen, wird sich übrigens am kommenden Sonntag entscheiden: Sollte der FC Frickenhausen das entscheidende Relegationsspiel gegen Landesligaqualifikant FV Weiler verlieren und aus der Verbandsliga absteigen, beginnt die neue Landesligasaison bereits am Wochenende des 9. und 10. Augusts. Schafft der FCF den Klassenerhalt, starten die Vereine eine Etage tiefer regulär eine Woche später, am 16./17. August. So oder so wird sich Alexander Hübbe das entscheidende Spiel am Sonntag in Wolfschlugen auf jeden Fall anschauen – allein schon deshalb, um seinen neuen Verteidiger Eisenhardt im Frickenhausener Dress unter Wettkampfbedingungen spielen zu sehen.