Lokalsport

„Gewinnen mit fünf Punkten“

Knights-Kapitän Radi Tomasevic

Die Knights gegen Heidelberg, das ist auch Radi Tomasevic gegen Frenkie Ignjatovic. Kirchheims Kapitän und Heidelbergs neuen Trainer verbinden sechs gemeinsame Jahre unter der Teck und eine private Freundschaft.

Radi, wie überrascht man am Sonntag einen gegnerischen Trainer, mit dem man sechs Jahre lang zusammengearbeitet hat?

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Tomasevic: Zumindest mir dürfte das kaum gelingen. Frenkie kennt mich in- und auswendig. Er weiß genau, wo meine Stärken und meine Schwächen liegen.

Was muss am Sonntag anders werden, dass es trotzdem klappt mit einem Kirchheimer Sieg?

Tomasevic: Eigentlich müssten wir ja bereits drei Siege auf dem Konto haben. Gegen Chemnitz und gegen Hamburg haben wir in der Schlussphase jeweils geführt und dann plötzlich die Ordnung in der Defensive verloren. Erfahrene Mannschaften nutzen das gnadenlos aus, und Heidelberg ist eine sehr erfahrene Mannschaft. An diesen letzten fünf Minuten haben wir diese Woche im Training gearbeitet, damit wir diese Fehler nicht mehr machen.

Wie beurteilen Sie Ihre eigene Leistung, ihre Rolle als Mann für die entscheidenden letzten Sekunden?

Tomasevic: Da lief sicher nicht alles perfekt. Gegen Hamburg bin ich nicht ins Spiel gekommen und habe zum Schluss einige schlechte Würfe genommen. Gegen Chemnitz hatten wir das Pech, dass mein Dreier nach Ablauf der regulären Spielzeit eine halbe Sekunde zu spät kam. Ich werde solche Würfe immer nehmen, auch wenn es mal schiefgeht, weil ich Verantwortung übernehmen will.

Werden Sie am Sonntag mit Frenkie Ignjatovic feiern, egal wer gewinnt?

Tomasevic: Wir werden uns sicher noch treffen, davor oder danach. Meine Frau und unser Kleiner fahren mit. Bei ihm ist Frenkie Taufpate. Wie seine Stimmung sein wird, wird man sehen, denn wir gewinnen mit fünf Punkten.