Lokalsport

Glaunsinger

Der TSV Notzingen fährt mit neuem Trainer zum Bezirksliga-Derby am Sonntag nach Jesingen: Erwin Glaunsinger, bisher Coach des Landesligisten TSuGV Großbettlingen, soll dafür sorgen, dass die Eichert-Elf doch noch den Klassenerhalt schafft. Das Spiel der SGEH gegen den SV Ebersbach droht dem neuerlichen Wintereinbruch zum Opfer zu fallen.

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KLAUS-DIETER LEIB

Notzingen. Alles klar mit Glaunsinger: Bis auf ein paar kleinere Details konnte Notzingens Abteilungsleiter Wolfgang Schäfer gestern Vollzug vermelden. Der ehemalige Verbands- und Landesligatrainer (unter anderem beim TSV Pliezhausen) hat sich seine Entscheidung, im Eichert das Ruder zu übernehmen, nicht leicht gemacht. „Ich habe mir die Sache reiflich überlegt und einige Erkundigungen über den Verein eingeholt“, ließ der 56-Jährige wissen. Am Sonntag in Jesingen sitzt Glaunsinger zum ersten Mal auf der Notzinger Trainerbank, wird an der Seitenlinie vorerst aber noch von Wolfgang Schäfer unterstützt. Dass ihn in Notzingen keine leichte Aufgabe erwartet, ist sich der neue Coach bewusst: „Wir können das erklärte Ziel nur erreichen, wenn alle an einem Strang ziehen.“ Am besten schon am Sonntag beim wiedererstarkten Lokalrivalen TSV Jesingen. Vielleicht ist es für den Neuen gar von Vorteil, dass die Notzinger in den Lehenäckern in der Außenseiterrolle stecken.

Nicht für Jesingens Trainer Viktor Oster, für den es im stets brisanten Lokalderby keinen Favoriten gibt: „Egal, wo beide Mannschaften zurzeit stehen, ein Derby ist immer hart umkämpft.“ Nach zwei Siegen in Folge hat seine Mannschaft den Anschluss ans vordere Tabellendrittel wieder hergestellt. Obwohl die Jesinger immer noch mit einigen Langzeitverletzten zu kämpfen haben, läuft es derzeit gut. „Wir haben uns mit der Situation abgefunden“, meint Oster den Grund für den Aufschwung zu kennen. Bis zur Winterpause ungeschlagen zu bleiben, ist sein kurzfristiges Ziel. Große Fortschritte macht derzeit Timo Spielvogel, ehemaliger Torjäger der zweiten Jesinger Mannschaft. „Timo hat sich gut weiterentwickelt und ist ein fester Bestandteil unserer Mannschaft geworden“, freut sich Oster.

Ein Fragezeichen steht noch hinter der Partie der SGEH gegen den SV Ebersbach. Beim Training am Dienstagabend lagen noch 15 Zentimeter Schnee auf dem Rasen des Hardtwaldstadions. Spielertrainer Antonio Portale ist überzeugt, dass am Sonntag nicht gespielt werden kann. Was dem Coach vermutlich gar nicht ungelegen käme: Nach der unfreiwilligen dreiwöchigen Spielpause hat seine Mannschaft, die zuletzt 13 Punkte aus fünf Spielen holte, ihren Rhythmus noch nicht wiedergefunden. Vor allem der Spielausfall vergangenen Sonntag in Notzingen ärgerte Portale: „Ich war verwundert, dass man bei diesem Wetter auf einem Kunstrasen nicht spielen kann.“

Vor einer schweren Aufgabe steht Spitzenreiter TSV RSK Esslingen im Stadtderby beim VfB Oberesslingen/Zell. Die Fans des SC Geislingen werden dabei dem VfB die Daumen drücken, denn bei einer Niederlage des Tabellenführers könnte der Tabellenzweite mit einem Heimsieg gegen den FV Neuhausen bis auf zwei Zähler an die Spitze heranrücken.

Nach der unerwarteten Heimniederlage gegen den TSV Jesingen ist beim TSV Deizisau im Auswärtsspiel beim VfB Neuffen Wiedergutmachung angesagt. Auf dem Spadelsberg sollten unbedingt Punkte her

In den Spielen TSV Grafenberg gegen den TSV Raidwangen, FV 09 Nürtingen gegen den TSV Neckartailfingen und TSV Adelberg-Oberberken gegen den TSV Grötzingen geht es für fünf Teams (außer den TSV Grötzingen) um wichtige Punkte im Abstiegskampf – aus Notzinger Sicht keine uninteressanten Spiele.