Lokalsport

Glück im Unglück bei einer Kollision

Die erste Etappe der Regio-Tour hatte es gleich in sich: Manuel Fumic stürzte nach einer Kollision mit einem Begleitmotorrad. Derweil verbrachte Bruder Lado 70 Kilometer in der Spitzengruppe.

EDGAR VELOCI

Anzeige

HEITERSHEIM Auf der ersten Etappe der Regio-Tour zwischen Heitersheim und Guebwiler (Frankreich) über 192 Kilometer zeigten sich Lado und Manuel Fumic sehr offensiv. Zuerst war Lado in einer Fluchtgruppe, danach Manuel. Als es rund hundert Kilometer vor dem Ziel in die vier Schlussrunden ging, touchierte ein Begleitmotorrad Manuel Fumic. Beide kamen zu Fall.

"Ich konnte nichts machen, er hat wohl den Bordstein berührt und dann das Vorderrad verrissen", schilderte der 23-Jährige den Vorfall. Manuel Fumic hatte beim Sturz Glück im Unglück er konnte weiterfahren. Allerdings schmerzte sein Handgelenk so, dass er am Abend noch zum Röntgen eine Klinik aufsuchen musste.

Nach dem Malheur wartete Lado Fumic auf seinen Bruder, um dann einer dreiköpfigen Fluchtgruppe hinterher zu fahren. Er schloss zu den drei Konkurrenten auf. Gemeinsam brachten sie über sieben Minuten zwischen sich und das Hauptfeld. Die Fahrer von T-Mobile und Gerolsteiner fuhren aber gut zwanzig Kilometer vor dem Ziel die Lücke wieder zu, und die Fumic-Brüder waren müde: Sie ließen es locker austrudeln. Mit 13.55 Minuten Rückstand auf den argentinischen Sieger Ruben Bongiorno erreichten sie als 98. und 99. das Etappenziel.

"Heute ging die Post ab", sagte Lado Fumic. Manuel bekannte, dass am Ende die Kraft ausgegangen sei. "Ich habe zu viel Körner gelassen, die ersten drei, vier Stunden gingen gut", sagte er.

Die Handverletzung, die sich Manuel Fumic zugezogen hatte, stellte sich als durchaus schmerzhafte Verstauchung heraus.

Tags später, bei der zweiten Etappe zwischen Wehr und Müllheim über 171 Kilometer, kamen die Fumic-Brüder im Haupfteld ins Ziel. Die Etappe beendeten Lado (57.) und Manuel Fumic (21.) im 60-köpfigen Hauptfeld mit 2.09 Minuten Rückstand auf den Solo-Sieger Nico Sijmens (Belgien) ins Ziel. "Wenn es hoppelt, tut mir die Hand weh", sagte Manuel Fumic. Trotz der Schmerzen wollte er aber nicht die Segel streichen.

Heute steht bei der Regio-Tour ein Bergzeitfahren über 12,5 Kilometer von Waldkirch auf den Kandel auf dem Programm.