Lokalsport

Glücklich über DM-Silber

Adina Hausch erfolgreich am Stufenbarren

VfL-Turnerin Adina Hausch blickt zufrieden auf die beiden Wettkampftage der deutschen Jugendmeisterschaften in Detmold zurück. Am Stufenbarren holte sie erneut Silber und wurde im Vierkampf Fünfte.

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Detmold. Die Vorbereitungen auf die deutschen Jugendmeisterschaften liefen für die 15-Jährige nicht nach Plan, musste sie doch in den Pfingstferien eine Woche erkrankt das Bett hüten. Nachdem dies überwunden war, kam noch eine Kapselverletzung am Zeh hinzu. Nichtsdes­totrotz nahm die Kirchheimerin die Herausforderung der Wettkämpfe in Detmold nach der verpassten Nominierung zur Europameisterschaft vom Frühjahr gerne an.

Adina Hausch stieg am Schwebebalken in den Wettkampf ein und war mit der Wertung von 11,25 Punkte einverstanden. Die Deutsche Jugendmeisterin von 2008 an diesem Gerät hatte außer dem Sturz nach dem gebückten Salto noch einige kleine Unsicherheiten. Dennoch reichte es für die Qualifikation zum Finale.

Am Boden brachte die VfL-Turnerin ihren Doppelsalto in den Stand, strauchelte dann aber bei der eineinhalbfachen Schraube. Durch den Verzicht der Chemnitzerin Ann-Sophie Kalauch genügten Adina Hausch 10,45 Punkte für das Erreichen des Bodenfinals.

Für den gelungenen Überschlag mit Salto über den Sprungtisch konnte die Kirchheimerin weitere 12,20 Punkte verbuchen, verzichtete aber auf einen zweiten Sprung und somit auch auf die Finalteilnahme.

An ihrem Paradegerät, dem Stufenbarren, lief es dann ausgesprochen gut. Das Flugteil, den Jägersalto, ließ sie diesmal weg und kam mit 12,25 Punkten auf die dritthöchste Wertung. Den Mehrkampf gewann Katja Roll (TG Söllingen) deutlich mit 51,70 Punkten, gefolgt von Lokalmatadorin Nadine Jarosch (Detmolder TV/50,35). Mit 46,15 Punkten belegte Adina Hausch den fünften Platz.

Bei den Gerätefinals am zweiten Wettkampftag gab es dann gleich zwei Mal den vierten Platz. Glücklich über den gestandenen Bücksalto in der Akrobatikserie hatte die 15-Jährige in ihrem letzten Jahr bei den Jugendlichen beim Seitsalto wieder Pech – es blieb der undankbare vierte Platz. Ähnlich war das Bild am Boden: Diesmal wurde ihr der Doppelsalto zum Verhängnis.

Die Chance auf eine Medaille bot sich dann noch an ihrem Paradegerät. Obwohl die Barrenspezialistin nicht mit der schwierigsten Übung aufwarten konnte, entlockte sie den Kampfrichterinnen durch exakte Technik die zweithöchste Wertung, daran änderte auch der Sturz beim doppelten Vorwärtssalto nichts.

Sich der Bedingungen bewusst, unter denen sie zu den „Deutschen“ gereist ist, verbuchte Adina Hausch diese Meisterschaften unter „durchaus zufrieden und glücklich über die Silbermedaille“. mp