Lokalsport

Gmünd zerschellt am gelben Felsen

Der TSV Owen hat mit einer eindrucksvollen Leistung seinen Aufwärtstrend in der Handball-Württembergliga untermauert. Der 29:26 (15:15)-Erfolg beim TSB Schwäbisch Gmünd am Samstag ist für die Winklersieben gerechter Lohn für die guten Leistungen der vergangenen drei Wochen. Dabei waren die Vorzeichen vor der Partie für die Gelben alles andere als günstig.

SCHWÄBISCH GMÜND Nach der knappen Niederlage gegen Wangen stand der TSV Owen mit dem Rücken zur Wand. Der TSB hingegen hatte nach vier Siegen in Folge die hinteren Tabellenränge verlassen und rangierte im sicheren Mittelfeld. Davon war in der samstäglichen Partie wenig zu spüren. Nach einem Blitzstart des TSV zum 2:0 kamen die Hausherren besser in die Partie. Fünf Treffer in Folge gelangen der Mannschaft um Johannes Frey. Und schon nach sieben Minuten fand sich die Tecksieben nach einer Zeitstrafe gegen Kapitän Lars Kirchner in Unterzahl wieder. Beim 3:7 nahm Owens Co-Trainer Burkhard Blumauer erstmals eine Auszeit, die Wirkung zeigte. Dank guter Abwehrarbeit und verbesserter Chancenverwertung gelang den Gästen nach einem blitzsauberen Konter durch Flügelflitzer Tobias Schmid der 9:9-Ausgleich. Beide Teams lieferten sich jetzt ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen. Gmünd legte vor und Owen glich aus. Heiko Hoyler wuchtete mit dem Halbzeitpfiff den Ball zum 15:15 in die Maschen.

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Alles wie gehabt beim TSV Owen? Erinnerungen ans Spiel gegen Wangen wurden wach. Deshalb richtete Owens Trainer Christoph Winkler in der Pause den eindringlichen Appell an seine Mannschaft, auch den zweiten Durchgang konzentriert anzugehen und durch geduldiges Angriffsspiel den Erfolg zu suchen. Dennoch waren es die Hausherren, die nach dem Wechsel das Spielgeschehen diktierten. Bis zum 16:19 konnte sich die Mannschaft des verletzten Spielertrainers Pascal Morgant wieder deutlich absetzen. Doch Owen fand über den Kampf zurück in die Partie. Christoph Winkler, ohne Fehlwurf, von der Siebenmetermarke sorgte für den neuerlichen Ausgleich (19:19). Die Führung für Owen wollte aber nicht fallen.

Gmünd, wiederholt über rechts außen erfolgreich, ging erneut mit drei Toren in Führung. Doch dann setzte der TSV zu einem beeindruckenden Endspurt an. Angetrieben vom starken Heiko Hoyler gelang der Ausgleich, bevor die Gäste noch einmal eine kritische Phase zu überstehen hatten, als gleich zwei gelb-schwarze Spieler mit Zeitstrafen vom Feld mussten. Doch auch in doppelter Überzahl nutzten die Hausherren ihre Chancen nicht. Mit zwei Strafwürfen und mehreren freien Wurfversuchen scheiterten sie am gut aufgelegten Bastian Reckziegel im Owener Kasten. Auf der Gegenseite war es Bastian Klett, der mit zwei frechen Toren für die Owener Führung sorgte (27:25). Auch eine offensive Deckung der Gastgeber in den letzten Minuten brachte Owen nicht mehr aus dem Konzept. Den Gmünder Anschluss zum 27:26 konterte Owen und konnte bis zum Schlusspfiff sogar noch auf 29:26 erhöhen.

Mit diesen zwei wichtigen Punkten im Gepäck hat Owen am Sonntag gegen die einen Platz schlechter postierten Laupheimer die Chance, Anschluss ans Tabellenmittelfeld zu finden. Die in Schwäbisch Gmünd gezeigte Leistung dürfte zusätzliches Selbstvertrauen geben. Schließlich geht es am Sonntag darum, den ersten Heimsieg zu landen.

br

TSV Owen:

Reckziegel, Schwaab; Dunkel (1), Hanssen (1), Hoyler (8), Kirchner (1), B. Klett (2), S. Klett (2), Krüger, Meißner (2), Schmid (2), Weiss, Winkler (10/6).TSB Schwäbisch Gmünd:

Fabian, Krug; S. Goth (3), Tobias (2), S. Frey (5), B. Goth (2), Schmeiser, Hieber (3), Nothdurft, J. Frey (6/1), Schaubähr, Gymulf (5).Schiedsrichter:

Hummelfahrt/Lenz (SG Ha/He/Ku / VfL Sindelfingen).