Lokalsport

Gölz fährt bestes Saisonergebnis ein

Auf Rang sieben und acht beendeten Lado und Manuel Fumic den Swisspowercup in Bern. Marc Gölz fuhr als 18. sein bestes Saisonrennen.

EDGAR VELOCI

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Mit der Entscheidung um den Sieg beim Serien-Finale auf dem Berner Hausberg Gurten hatte Lado Fumic nichts zu tun. Trotzdem sah man nach 36,5 Kilometer zufriedene Mienen. "Am Berg habe ich immer wieder Zeit gut gemacht, ich konnte richtig drücken", meinte der Deutsche Meister. Durch einen Kettenklemmer hatte er nach der ersten Runde den Anschluss an die Spitze verloren. Er schob sich bis in eine Verfolgergruppe vor und fuhr dort mit. Manuel Fumic war etwas schlechter gestartet. "Ich wollte mir das Rennen einteilen, damit ich nicht wieder einbreche wie bei der EM", nannte er als Grund. Bis zur vierten Runde lag er in einer Dreier-Gruppe nur 15 Sekunden hinter dem Drittplatzierten Neuseeländer Kashi Leuchs. Dann ließ er dem Schweizer Florian Vogel den Vortritt bei einer Abfahrt, fuhr dessen Linie hinterher und stürzte. Danach war die Schaltung verbogen und das Rennen um die Podiumsplätze gelaufen.

"Ich hätte natürlich gerne ein gutes Ergebnis mit zur WM nach Livigno genommen, aber ich bin jetzt trotzdem optimistisch", meinte er hinterher. Ein Optimismus, den er mit Bruder Lado teilt, der "ein gutes Gefühl" aus Bern mit nach Hause nahm und sich zufrieden zeigte. Der Spanier Jose Hermida hatte an der Spitze eine Solo-Nummer hingelegt, bis ihn auf der letzten von sieben Runden der Schweizer Christoph Sauser und Kashi Leuchs einholten. Doch Hermida konnte noch zulegen und sich vor Sauser und Leuchs in 1:29:39 Stunden den Sieg sichern.

Bei Marc Gölz hat es in dieser Saison lange gebraucht, ehe er ein Rennen mit einem lachenden Gesicht beenden konnte. Gestern in Bern gelang ihm das. Trotz eines Sturzes in der zweiten Runde fuhr der Weilheimer ein konstantes Rennen und als 18. mit 6:59 Minuten Rückstand auf Hermida das wertvollste Resultat in dieser Saison ein. Und das in einem hochklassig besetzten Feld, in dem die meisten Fahrer in WM-Form sind. "Es ist endlich Ruhe eingekehrt in meinem Leben, das zahlt sich aus. Der große Stress ist vorbei", strahlte Gölz, der viertbester Deutscher war. Benedikt Bosler (Orbea Team Haspel) fand im Juniorenrennen nicht zu seinem Rhythmus. "Es ging gar nichts heute", schüttelte er den Kopf, nachdem er als 29. mit 13:06 Minuten Rückstand auf den Schweizer Sepp Freiberghaus das Ziel erreicht hatte. Schon beim Einfahren war er gestürzt und auch als der Startschuss ertönte, war er nicht in der Lage, seine eigenen Erwartungen zu erfüllen.