Lokalsport

Göppinger Ausgleich in der Nachspielzeit

Buchstäblich in letzter Minute kassierte der TSV Jesingen im Bezirksligaspiel gegen den SV Göppingen noch den Ausgleich. Das gestrige 1:1 (1:0) ist unterm Strich freilich ein gerechtes Endergebnis.

EBERHARD EINSELEN

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KIRCHHEIM Ein rauschendes Fußballfest war es nicht gerade, was den Fans auf der Sportanlage Lehenäcker geboten wurde. Dafür fehlte den Kickern beider Teams nach der dreimonatigen Winterpause einfach die Spielpraxis. Peter Gromer, der Coach der Gäste, staunte vor dem Anpfiff jedoch nicht schlecht: "Die äußeren Bedingungen in den Lehenäckern sind ja optimal."

Seine Mannschaft hatte auch die erste gute Möglichkeit. Einen Freistoß von Ortwin Teuerkauf machte TSV-Goalie Alexander Haussmann zunichte. Der erste gute Angriff der Einheimischen brachte dann gleich die Führung. Nach einer Vorlage von Neuzugang Ridovan Halimi kam Tobias Schweiger frei zum Schuss. Gästetorwart Jens Schmid wehrte den Ball ab, beim Nachschuss von Heiko Blocher war der 38-Jährige dann allerdings machtlos (15.): 1:0. Das Spiel wurde durch den Treffer allerdings nicht viel besser. Beide Abwehrreihen standen gut und ließen nur wenig Chancen zu.

Dies änderte sich im zweiten Spielabschnitt. Zunächst versiebte Marcel Schäffler das sichere 1:1. Der Göppinger Angreifer kam aus acht Metern halbrechts frei zum Schuss. Doch der Ball flog am langen Eck vorbei (48.). Bei einem Konter hatten die Jesinger dann die Chance zum 2:0. Schweiger zögerte im Strafraum der Göppinger aber viel zu lange (54.) und die Chance war vertan. Göppingen hatte jetzt wesentlich mehr Spielanteile, weshalb TSV-Trainer Klaus Müller nach der Partie grantelte: "Die zweite Halbzeit war eine Katastrophe."

So richtig spannend wurde es jedoch in den Schlussminuten. Zunächst scheiterte Tilman Siebert an Haussmann (89.). Im Gegenzug musste eigentlich die Entscheidung fallen. Eine Vorlage von Marcos de Azevedo brachte Timo Spielvogel in völlig freie Schussposition. Doch aus 14 Meter drosch der 21-Jährige den Ball über das Tor. Es war eine Chance der Kategorie "todsicher". Prompt wurde diese Nachlässigkeit bestraft. Die Jesinger Abwehr brachte den Ball nicht konsequent weg und Timo Ascherl nutzte die Gunst der Stunde zum späten Ausgleich in der Nachspielzeit. Coach Müller ärgerte sich nach dem Schlusspfiff maßlos: "So ein Spiel muss man einfach heimschaukeln." Peter Gromer, der Coach vom Hohenstaufen: "Wenn hier das 2:0 fällt, sind wir weg vom Fenster. Ich bin deshalb im Großen und Ganzen zufrieden."

TSV Jesingen: Haussmann Reehten (64. de Azevedo), Schleser, Maier, M. Augustin Halimi, D. Augustin, Oster, Kühnel (75. Spielvogel) Blocher, Schweiger (80. Tafa)SV Göppingen: Schmid Maier, Metzger (62. Bauer, 77. Binakaj), Mike Schäffler (44. Köster), Schuster Marcel Schäffler, Siebert, Hanke, Ascherl, Pyttel TeuerkaufTore: 1:0 Blocher (15.), 1:1 Ascherl (90.)Gelbe Karten: Halimi, D. Augustin, Blocher, M. Augustin MetzgerZuschauer: 150Schiedsrichter: Erich Geiselmann aus Staig konnte nicht immer überzeugen.