Lokalsport

Gute Ausgangsposition für die Rückrunde

Mit einem 6:2-Sieg über den ersatzgeschwächten Rekordmeister Borussia Düseldorf machte sich der TTC Frickenhausen vor 1000 Zuschauern selbst ein vorweihnachtliches Geschenk und verschaffte sich eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde der Tischtennis-Bundesliga.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Das Fazit nach dem Spiel fiel sachlich aus, dennoch zeigte sich Präsident Wohlhaupter-Hermann zufrieden: "Gegen diese Düsseldorfer Mannschaft war das ein Pflichtsieg. Wir haben uns damit zwei sehr wichtige Punkte gesichert." Die Mannschaft reiste zwar vollständig an, doch Michael Maze konnte wegen einer fiebrigen Erkältung und Rückenproblemen nicht antreten. Zudem war der Einsatz von Danny Heister fraglich, der immer noch an einer Achillessehnenverletzung leidet. So musste die Truppe von Trainer Preuss schon in den Doppeln variieren, was zur Folge hatte, dass der Coach der Borussen selbst zum Schläger griff und zusammen mit Bastian Steger gegen Ma Wenge und Jens Lundquist antrat. Mehr als Gegenwehr konnten sie dem eingespielten TTC-Duo jedoch nicht bieten und verloren klar mit 0:3.

Torben Wosik und Bojan Tokic brauchten einen Satz länger, um Christian Süß und Ryusuke Sakamoto den Punkt abzunehmen. Nach einem recht ausgeglichen Start erledigten sie ihre Aufgabe ab Satz drei mit Bravour und schickten den TTC damit auf die Siegerstraße. Mit dem taktischen Schachzug, Steger auf eins und den Langzeitverletzten Heister auf die zwei zu setzen, sollte vermieden werden, dass Süß ins vordere Paarkreuz rückt. Von ihm erhoffte sich Trainer Preuss Punkte am hinteren Paarkreuz. Vorn ging es jedoch sehr schnell. Heister musste sein Spiel nach ein paar Ballwechseln mit Wenge aufgeben und auch Lundquist waren die Strapazen der Reise in die Türkei weniger anzumerken als Steger, der noch am Freitag mit seiner Mannschaft gegen Niederösterreich in der Champions League gespielt hatte. Der Schwede beherrschte den 24-Jährigen im Düsseldorfer Dress und musste nur im dritten Satz noch einmal um seinen Gesamtsieg zittern, den er dann mit 3:0 sicherstellte.

Wosik begann gegen Sakamoto dominant und es schien, als wolle er ein schnelles Ende herbeiführen. Doch der Japaner konnte zweimal ausgleichen und machte es auch im Verlängerungssatz spannend. Am Ende überzeugte Wosik durch eine gute kämpferische Leistung und siegte aufgrund der besseren Konzentration. Diese wiederum fehlte Tokic gegen Süß. Die beiden lieferten sich einen sehenswerten Kampf mit schönen Ballwechseln, doch das Ausnahmetalent Süß, der in dieser Saison noch kein Spiel verloren hat, behielt die Oberhand und erspielte sich das schmeichelhafte Ergebnis von 3:0, das dem Spielverlauf nicht ganz gerecht wurde.

Das letzte Spiel Ma gegen Steger wurde zum Schaukampf, da Heister auch sein zweites Spiel kampflos abgesagt hatte. Tolle Ballwechsel mit viel Einsatz wurden von den Zuschauern mit Applaus quittiert und die Akteure bedankten sich auf ihre Weise, indem sie in die Verlängerung gingen. Dort lief der junge Steger zu Hochform auf und bescherte Ma die zweite Saisonniederlage.

Für die Herbstmeisterschaft reichte der Sieg leider nicht, da Ochsenhausen in Grenzau gewann. Dennoch zeigt sich Manager Reuhl mit dem Saisonverlauf zufrieden: "Wir sind sehr gut gestartet und mussten in der Vorrunde nur eine Niederlage und ein Unentschieden hinnehmen. Das ist eine sehr gute Ausgangssituation für die Rückrunde." Das Restprogramm in diesem Jahr bleibt anstrengend. Am Freitag empfängt der Täles-Club den SMEC Metz im ETTU-Cup-Spiel (19.30 Uhr), am Sonntag kommt der TSV Schwalbe Tündern (16.30 Uhr). Und zwei Wochen später steht noch die Deutsche Pokalmeisterschaft in Dillenburg auf dem Programm.

Ma/Lundquist Steger/Preuss 3:0 (11:3, 11:9, 11:9); Wosik/Tokic Süß/Sakamoto 3:1 (11:9, 3:11, 11:5, 11:5); Ma Heister 3:0 (11:0, 11:0, 11:0); Lundquist Steger 3:0 (11:9, 11:1, 12:10); Wosik Sakamoto 3:2 (11:2, 10:12, 11:4, 6:11, 11:9); Tokic Süß 0:3 (11:13, 9:11, 10:12); Ma Steger 2:3 (9:11, 12:14, 11:4, 11:5, 4:11); Lundquist Heister 3:0 (11:0, 11:0, 11:0).