Lokalsport

Gute Chancenin der Relegation

Am Wochenende endete die Bundesliga-Saison für die Riege des VfL Kirchheim mit dem erwarteten siebten Rang. Im Relegationswettkampf am 17. Dezember in Heidelberg hat der VfL gegen die TG Karlsruhe-Söllingen sowie den TT VTF Hamburg und den TSV Illertissen eine gute Chance, den Klassenverbleib zu sichern.

RANSBACH-BAUMBACH Dabei stand für die VfL-Turnerinnen die Saison bisher unter keinem guten Stern. Allein in der Vorbereitungsphase fielen Leistungsträgerinnen verletzungsbedingt aus oder konnten aus beruflichen Gründen oder wegen Studiumsverpflichtungen nicht die notwendigen Trainingseinheiten absolvieren. Dass die Mannschaft sich trotzdem steigerte und am Wochenende in Ransbach-Baumbach auch ohne Dorothee Henzler und einer verletzungsbedingt nur am Stufenbarren einzusetzenden Nina Leikov ihr bestes Mannschaftsergebnis einfuhr, belegt das Potenzial der Mannschaft.

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So wächst die Hoffnung im VfL-Lager, dass mit einer kompletten Mannschaft der Klassenerhalt möglich ist. Spannend wird die Relegation allemal, denn alle teilnehmenden Mannschaften liegen dicht beieinander. In den nächsten Trainingswochen muss es der Mannschaft deshalb gelingen, die Übungen, speziell am Stufenbarren und Schwebebalken zu festigen. Denn nur die Mannschaft, die in Heidelberg die wenigsten Fehler macht, wird gewinnen.

In Ransbach-Baumbach mussten die Turnerinnen am Boden beginnen und absolvierten dieses Gerät mit der gewohnten Souveränität (49,90 Punkte). Besonders erfreulich dabei war die Klasseübung von Daniela Flaig (13,55), die damit auch die Tageshöchstnote der Mannschaft erturnte. Nina Deuschle (12,10) und Lisanne Lichner (12,45) turnten solide und sicher und brachten die erwarteten Punkte. Aber auch die Übungen der Nachwuchsturnerinnen Pia Pohl (11,80) und Alina Binder (11,45) zeigten, dass diese langsam Anschluss an die arrivierten Turnerinnen finden.

Auch am Sprung waren beide Nachwuchskräfte gefordert. Der Ausfall von Nina Leikov, als die beste Springerin des Teams, und Dorothee Henzler's Einsatz beim Länderkampf in Belgien, erzwang diese Maßnahme. Mit 50,00 Punkten zog sich die Mannschaft sehr achtbar aus der Affäre. Die einzelnen Ergebnisse: Nina Deuschle 12,80; Daniela Flaig 12,80; Lisanne Lichner 12,65; Alina Binder 11,75 und Pia Pohl 11,70.

Zum Stufenbarren traten die Kirchheimerinnen mit nur vier Turnerinnen und damit ohne die Möglichkeit einer Streichwertung an. Insgesamt zeigten alle Turnerinnen technische Fortschritte. Es unterliefen aber noch zu viele Haltungs- und Standfehler, die ein besseres Ergebnis verhinderten. Nina Deuschle gelangen 9,90 Punkte; Nina Leikov 10,05; Daniela Flaig 10,40 und Lisanne Lichner 11,40. Der Schwebebalken war in dieser Saison das Zittergerät der Kirchheimerinnen. Und auch diesmal lagen bei den Turnerinnen die Nerven blank. Lediglich Nina Deuschle (12,20) und Daniela Flaig (12,45) turnten ihre Übungen passabel durch. Alina Binder blieb noch im Rahmen des Erwarteten (11,15), während Caroline Riethmüller und Lisanne Lichner einen rabenschwarzen Tag erwischten.

Insgesamt hat die Mannschaft bewiesen, dass sie auch schwere Ausfälle kompensieren kann und nährt somit die Hoffnung, dass ein komplettes Team den Klassenerhalt schaffen kann. Mit knappem Vorsprung turnte sich die TG Karlsruhe-Söllingen vor den VfL Kirchheim. Diese beiden Mannschaften treten am 17. Dezember in Heidelberg in der Relegation gegen die Zweit- und Drittplatzierten (TT VTF Hamburg und TSV Illertissen) der 2. Bundesliga an.

Zwischenzeitlich wurde das vorläufige Wettkampfergebnis von Hamburg durch die Deutsche Turnliga offiziell bestätigt. Nach dem Stromausfall in der Hansestadt musste der Wettkampf abgebrochen werden. Für drei Mannschaften bedeutet dies, dass das Geräteergebnis vom ersten Vergleich in Backnang herangezogen wurde.

hl