Lokalsport

Gute zweite Halbzeit

Eine gute zweite Halbzeit war am Samstag ausschlaggebend für den 22:18 (8:8)-Sieg der Lenninger Landesliga-Handballerinnen über die TSG Schnaitheim.

LENNINGEN Nur in der ersten Halbzeit gelang es der TSG ihr Spiel durchzusetzen. Lauffreudig und mit Kreuzbewegungen im Rückraum brachten sie die SG-Abwehr in Schwierigkeiten. Obwohl Coach Markus Nothwang schon vor Spielbeginn ein energisches Zupacken in der Abwehr gefordert hatte, ging es nicht ohne Patzer ab. Schnaitheim überzeugte durch kernige Rückraumwürfe und brach mehrfach auf den Halbpositionen durch.

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Dass sich deren Erfolgserlebnisse in Grenzen hielten, war einmal mehr der Verdienst von Nicole Hahn. Mit glänzendem Stellungsspiel hielt sie die TSG-Quote nieder. Lenningens Angriff, gelenkt von Antje Kazmaier, sah sich einer 6:0-Abwehr gegenüber und war nur durch Einzelaktionen erfolgreich. Auch nach dem 6:8 (23.)- Rückstand hielt die SG dagegen. Viel auszuhalten hatte Kazmaier, die mehrmals überhart attackiert wurde. Zum Ausgleich trafen Sarah Timar und Karin Sliwka. Letztere zeigte aufsteigende Form, was sie nicht nur mit vier Toren unterstrich.

Gäste mit optischen VorteilenTrotz des Remis zur Pause, ging die optische Wertung knapp an die Gäste, welche sich als spiel- und ballsicherer erwiesen. Diesen Vorteil nahmen sie auch gleich in den Wiederbeginn mit: Da passte ein SG-Anspiel nicht, auf der rechten Außenpositionen wurde zweimal hintereinander ein Sekundenschlaf bestraft und schon war Schnaitheim auf 11:8 (34.) davon gezogen. Doch jetzt erwachte der SG-Kampfgeist. Sliwka, Jeanette Ulmer und Saskia Schweikert glichen aus. Und Sliwka legte zum 12:11 (38.) nach. Noch einmal, in der 42. Minute, legte Schnaitheim vor, doch wieder traf Schweikert, die immer besser ins Spiel fand, zum Ausgleich (43.).

Nach Timars Strafwurf zum 15:14 (44.) riss die SG das Spiel an sich. In dieser Phase setzte die TSG einen Strafwurf an den Pfosten (47.) und Lenningen störte danach konsequent den Spielaufbau. Abgemeldet war Sonja Beißwanger, deren Würfe für Hahn kein Problem mehr darstellten. Über ein 16:14 (48.) vergrößerte die SG den Vorsprung auf 17:14. Diesmal war Sliwka Passgeberin für Kazmaier. Dann eine Schrecksekunde, als Timar verletzt ausschied. Doch die SG steckte dies gut weg. Jetzt sorgte Larissa Blocher für Furore: zweimal wurde sie auf rechtsaußen geschickt und bedankte sich mit zwei Treffern.

Schnaitheim fand überhaupt nicht mehr zu seinem Spiel. TSG-Trainer Albrecht Zoller resümierte nachher: "Wir konnten das Anfangsniveau nicht halten. Lenningen hat verdient gewonnen." Da fiel es bei der SG auch nicht mehr ins Gewicht, dass sie zu viert, allein vor dem TSG-Gehäuse auftauchten und auch beim dritten Versuch den Ball nicht im Netz unterbrachten. Trotzdem zeigte sich Coach Markus Nothwang zufrieden: "Ich habe in der Pause gesagt, sie sollen keine Halbpässe mehr spielen, sondern in die Tiefe gehen und bei den Abwehraktionen den Ballgewinn für schnelle Gegenaktionen suchen." Es war offenbar das richtige (Erfolgs-)Rezept.

döl

SG Lenningen: Hahn, Kiedaisch Kazmaier (5), Blocher (4), Schweikert (4), Sliwka (4), Timar (4/1), Ulmer (1), Baermann, Emmenegger, Hörsch.Zuschauer: 80.Schiedsrichter: Kämmerer/Waiblinger (Esslingen).