Lokalsport

Härtetest auf Schalke

Die Knights treffen in Gelsenkirchen morgen auf ein Team mit Rückenwind

Am morgigen Samstag geht es für die Kirchheimer Korbjäger nach Gelsenkirchen. Mit Schalke 04 wartet ein Team auf die Knights, das zuletzt mit Siegen gegen die Spitzenteams aus Bremen und Cuxhaven für Furore sorgte. Wichtiger Bestandteil der Mannschaft von Coach Boris Kaminski ist der Ex-Kirchheimer Sascha Kesselring, der sich in Westfalen sichtlich wohlfühlt und durch gute Leistungen überzeugt.

Kirchheim. „Es gibt nur schwere Spiele!“ . Kirchheims Coach Frenkie Ignjatovic wird nicht müde, seine Spieler auf die kommenden Aufgaben in der Pro A einzuschwören. Die letzten Spie­le seiner Ritter haben deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, von der ersten Sekunde an hellwach und konzentriert zu sein. Schnell ins Spiel zu finden, wird auch auf Schalke von besonderer Bedeutung sein. Die Westfalen schwimmen nach ihren letzten beiden Siegen auf einer Welle der Euphorie und zeigen, dass eine geschlossene Teamleistung über Erfolg und Misserfolg entscheiden kann.

Kämpfte die Kaminski-Mannschaft in der vergangenen Saison noch um den Klassenerhalt, wagte man nun den totalen Umbruch und formierte zum Saisonstart ein völlig neues Team. Die ersten drei Spiele ge­gen die Teams aus Hagen, Chemnitz und Kaiserslautern gingen noch verloren, nach und nach fanden die neuen Leistungsträger Melvin Hall, Brady Pink, Sascha Kesselring, Ryan Bell und Maik Berger aber besser zueinander. Gemeinsam mit dem erst Mitte Oktober verpflichteten Power Forward Cory Abercrombie überzeugten die Blau-Weißen in den jüngsten Begegnungen vor allem durch mannschaftliche Geschlossenheit. Sechs Punkte aus den vergangenen vier Spielen konnte Schalke für sich verbuchen.

Daher sieht Frenkie Ignjatovic seine Knights in diesem Spiel wieder einmal in der Außenseiterrolle und hofft, dass sich Baumann, Scott & Co. von ihrer schwachen Leistung im Spiel gegen Karlsruhe erholt haben. In der Halle an der Mühlbachstraße gilt es für die Schwaben von Anfang an Druck zu machen, um den Gegner nicht ins Spiel kommen zu lassen und selbst das Heft in die Hand zu nehmen. Nachdem zur Handverletzung von Andreas Hornig bei Kirchheims Langem unterm Korb noch eine starke Erkältung hinzugekommen ist, wird sein Team nach wie vor ohne ihn auskommen müssen. Umso mehr liegt der Focus wieder auf den beiden verbliebenen Centern Adam Baumann und Phillipp Heyden. Die Vormacht unter den Körben hat in den vergangenen Spielen immer wesentlich zum Ausgang den Spiels beigetragen: Waren die Knights auf gleicher Höhe im Reboundverhältnis, wurde das Spiel auch gewonnen.

Frenkie Ignjatovic, der seine Enttäuschung über die deutliche Niederlage gegen die BG Karlsruhe nicht verbergen wollte, nahm seine Mannschaft in der laufenden Woche beim Training hart ran. Dabei konnte er auch wieder im vereinbarten Umfang auf die Ludwigsburger Kooperationsspieler zurückgreifen. Eine weitere, positive Veränderung abseits des direkten Spielgeschehens konnte diese Woche vermeldet werden: Der gebürtige Österreicher Peter Klemm ist seit dieser Woche im Besitz der deutschen Staats­bürgerschaft. Neben seinen spielerischen Fähigkeiten kann er somit dazu beitragen, die formalen Anforderungen an den Spielbetrieb bezüglich der Ausländerquote besser zu erfüllen.

Das Spiel gegen Schalke 04 wird am Samstag um 19.30 Uhr in der Sporthalle der Gerhard-Hauptmann-Realschule in der Mühlbachstraße 3 in Gelsenkirchen stattfinden. Die Mannschaft hofft auf die lautstarke Unterstützung ihrer Fans, auch wenn diesmal kein Kirchheimer Fanbus unterwegs sein wird. bs

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