Lokalsport

Hahn warnt vor einem angeknockten Gegner

Was vor Saisonbeginn vielfach prognostiziert wurde, ist eingetreten: Die Landesliga-Staffel 2 bildet eine breite Spitze. Vom Tabellenersten SG Lenningen (16:2 Punkte) bis zum Fünften TSV Weilheim (12:6) ist alles eng beisammen. Alle drei Teckteams bekommen morgen Auswärtsspiele serviert.

LENNINGEN/OWEN/WEILHEIM Ganz engen Kontakt mit der Spitze hat der TSV Owen. Die Wackershauser-Sieben lauert als Tabellendritter (12:4) auf die Ausrutscher von Plochingen (14:6) und Lenningen. Als hartnäckig erweisen sich die Stuttgarter Vorstädter HSG Oberer Neckar (12:6). Dabei versucht die Neckar-Schiene Plochingen und Oberer Neckar die Teck-Phalanx Lenningen, Owen und Weilheim zu sprengen. Die kurzfristige Zielsetzung des Teck-Trios ist, das Jahr 2004 in der Spitzengruppe abzuschließen.

Anzeige

Zu ihrem letzten Auswärtsspiel 2004 muss Spitzenreiter SG Lenningen nach Ebersbach fahren. Bei der Ebersbacher/Bünzwanger Spielgemeinschaft kam es in der letzten Saison zu heftigen Querelen. Die Folge: Fünf Stammspieler und Leistungsträger verließen die HSG. Da musste der neue Trainer Helmuth Schragner, er kam von der SG Lauter, ganz von vorne beginnen. Die HSG setzt auf den eigenen Nachwuchs, dieser ist mit einem Altersdurchschnitt von 20,2 Jahren der jüngste in der Staffel. Bei der HSG ist der Reifeprozess noch nicht abgeschlossen, was auch die momentane Tabellenlage (6:12 Punkte/Neunter) zeigt. Und gerade deswegen hebt SG-Trainer Hans Hahn warnend den Zeigefinger: Mannschaften, die mit dem Rücken zur Wand stehen, sind gefährlich. "Wir dürfen die HSG keinesfalls unterschätzen. Eines beherrschen die ganz gut: die Defensive." Denn da ist die HSG (209:218) bei gleicher Spiele-anzahl von der SG (252:206) gar nicht so weit entfernt.

Hahn hat seine Mannen nach dem überraschenden Pokalaus gegen Dettingen/Erms ins Gebet genommen. "Es darf einfach nicht mehr vorkommen, dass wir bei unserer Paradedisziplin so schwächeln", monierte der SG-Trainer. Zwei Lenninger waren unter der Woche angeschlagen: Jochen Renz zwickte die Leiste und Jochen Leitner plagte ein Magen-Darm-Infekt. Wer die beiden kennt, weiß, dass sie die Zähne zusammenbeißen und dabei sein wollen (Sonntag, 17 Uhr, Raichberg-Sporthalle Ebersbach).

Wenig besinnlich dürfte der Abend des zweiten Advents für den TSVOwen werden. Auf dem Landesligaprogramm steht die schwere Auswärtspartie bei Hbi Weilimdorf/Feuerbach. Zwar rangiert die Spielgemeinschaft derzeit nur auf Rang 8 der Tabelle, doch die Beobachtungen zeigten einen spielstarken Gegner. Um nicht noch weiter nach hinten zu rutschen, werden die Stuttgarter wohl alle verfügbaren Kräfte in die Waagschale werfen, um einen Heimsieg zu ermöglichen. Doch auch der TSV Owen muss sich nicht verstecken. Nach dem Pokalsieg am Dienstag ist die Mannschaft von Enrico Wackershauser seit fünf Wochen ungeschlagen und hofft diese Serie auch am Sonntag zu verteidigen. Trotz der Verletzungsmisere (Güntner, Schmid, Wahl) kommt der Tälesexpress immer besser in Fahrt. Vor allem in der Defensive sind nach anfänglichen Abstimmungsschwierigkeiten die ersten Fortschritte erkennbar. Für den TSVO zählen indes nur Siege. Denn so lange auch die Konkurrenz an der Tabellenspitze nur Siege einfährt, darf man sich keinen Patzer erlauben, will man weiter vorne mitmischen. Welche Spieler den Kader ergänzen, wird wohl erst nach dem Abschlusstraining entschieden, wenn Trainerfuchs Wackershauser sich seine Spieltaktik zurecht gelegt hat. Spielbeginn ist am Sonntag schon um 16.30 Uhr (Hugo-Kunzi-Sporthalle im Sportpark Feuerbach).

Gefährliches HC-TrioZu einem weiteren Auswärtsspiel müssen Weilheims Handballer am Sonntag nach Wernau fahren. Die Saison den Gastgeber ist bisher von einem Auf und Ab gekennzeichnet. Nach dem Auswärtserfolg bei der Hbi Weilimdorf/Feuerbach folgte zu Hause ein Unentscheiden gegen den Tabellenletzten Weinstadt. Weilheims "Spione" haben aber auch sehr viel Positives gesehen. Besonders auf die drei erfolgreichen Torschützen Götz, Filipzik und Leuze muss die Abwehr der Limburgstädter ihr Augenmerk legen. Dieses Trio erzielte 21 von 24 erzielten Tore. Ansonsten gilt es, die Leistung der ersten Halbzeit vom letzten Wochenende abzurufen. Dies bedeutet, schnell nach vorne zu spielen und vor allem auch die Außenstürmer in das Angriffsspiel mit einzubeziehen. Personell steht hinter den Einsätzen von Schill (Krankheit) und Rack (Familienfeier) noch ein Fragezeichen (Sonntag, 17 Uhr, Sporthalle Wernau).

döl/br/sg

Aufgebote der Teckteams

SG Lenningen: S. Lamparter, Tombrägel Baumann, Braunwarth, Gökeler, Kazmaier, Kirschmann, J. Lamparter, Leitner, Renz, Schwohl, Segeritz, Wiesinger.TSV Owen: Fazakas, Reckziegel Blumauer, Dunkel, C. Hoyler, H. Hoyler, Kazmaier, Kirchner, Klett, SchmidTSV Weilheim: Patek, Mayer Allgaier, Gomringer, Weiss, Traxler, Bukowski, Bleher, Bächle, Binder, Dörr, Klein, Schill, Rack.