Lokalsport

Halten beim VfL die Nerven?

Fußball-Kreisliga A: Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Kirchheimer Platzhirsche geht in die nächste Runde

Im Fernduell der beiden Kirchheimer Teams um die Meisterschaft in der Kreisliga A2 musste Spitzenreiter VfL Kirchheim II zuletzt Federn lassen. Nach der überraschenden Heimniederlage gegen Neuffen trifft die Oberligareserve mit Neckartailfingen morgen erneut auf einen Hinterbänkler. Beflügelt könnten die Kirchheimer von der Nachricht werden, das nächste Saison ein neuer Trainer kommt: Stefan Haußmann.

Kirchheim. Spitzenreiter VfL Kirchheim II zeigte bisher eine eher mäßige Rückrunde, hat viel Vorsprung auf den Lokalrivalen Catania eingebüßt. Es scheint ein wiederkehrendes Problem des VfL zu sein: Der erweiterte Oberligakader ist unterklassig wenig motiviert und hat zudem Personalprobleme. Dennoch ist VfL-Coach Detlef Pflüger zuversichtlich, den Direktaufstieg in die Bezirksliga mit dem besseren Torverhältnis im Rücken zu schaffen.

Vor dem morgigen Spiel gegen Neckartailfingen haben die Kirchheimer bekannt gegeben, dass zur neuen Saison Stefan Haußmann den Trainerposten der zweiten Mannschaft übernehmen wird. Der 36-Jährige ist momentan noch bei VfL-Ligarivale VfB Neuffen unter Vertrag, in der Teckregion aber kein Unbekannter: Jahrelang hatte „Steha“ den TSV Notzingen trainiert, war davor auch in der Oberliga für den VfL aktiv – für den Blondschopf schließt sich damit quasi der (Fußball-)Kreis. Der bisherige VfL-II-Coach Detelf Pflüger wird übrigens sein Assistent.

Morgen werden die Kirchheimer mit Neckartailfingen auf einen Gegner treffen, der im heimischen Aileswasen durchaus ernst zu nehmen ist, auch wenn mit nur einem Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz derzeit Drittletzter. Das Hinspiel war eine klare Sache: 7:0 siegte der VfL, doch so einfach wird es diesmal vermutlich nicht werden. „Es kommt natürlich darauf an, wer beim VfL von oben in die Mannschaft kommt“, sagt TSVN-Coach Alberto Guillen.

Auch die Kirchheimer Catania gewann das Hinspiel gegen die Sportfreunde aus Dettingen, allerdings nur mit 1:0. „Wir konzentrieren uns jetzt voll auf die Relegation“, sagt ACC-Coach Cesare d‘Agostino. „Rechnerisch brauchen wir noch einen Punkt.“ Nach der Erfolgsserie, die Heiko Blumauers Elf in der Rückrunde hingelegt hat, ist mittlerweile wieder Alltag eingekehrt in Dettingen. Zuletzt gab es ein 1:0 gegen Neckartailfingen II. „Gegen die beiden Topteams binnen vier Tagen wollen wir uns so teuer wie möglich verkaufen“, meint SFD-Spielleiter Marc Geissler, der am Feiertag mit einer starken Zuschauerkulisse rechnet.

Auf den vorletzten Tabellenplatz abgestürzt ist mittlerweile der TSV Ohmden. Die „Unabsteigbaren“ aus dem Bergwald sind jedoch nur zwei Punkte entfernt von der Relegation. Der Gang unter den Hohenneuffen kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, nachdem der Bezirksligaabsteiger zuletzt eine imponierende Serie hingelegt hat. Doch Ohmdens Abteilungsleiter Peter Scherrer ist überzeugt: „Jede Serie reißt einmal, so wie unsere in der Vorrunde.“ Die Hoffnung, dass der VfB nach dem herausgearbeiteten Vorsprung die Zügel etwas schleifen lassen könnte, nährt Neuffens Spielleiter Marco Prerauer nicht. „Wir benötigen rechnerisch noch drei Punkte und wollen sie als beste Rückrundenmannschaft so schnell wie möglich holen.“

Für den TV Neidlingen geht es im Nachbarschaftsduell mit Notzingen um die restlichen Punkte für den Klassenerhalt, und auch der TSV Ötlingen will noch drei Punkte gegen Schlusslicht Jesingen II einfahren. Um Zähler gegen den Abstieg geht es auch noch in den Partien Altdorf gegen Neckarhausen und Beuren gegen Oberboihingen. Von diesen vier Teams ist allein der TBN bereits gerettet. Last but not least spielen im Tischardtegart noch Frickenhausens Verbandsligareserve und der TSV Raidwangen gegeneinander. kls/tb

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