Lokalsport

"Hammer-Gruppe" A: Bezirksliga-Duell bereits in der Vorrunde

PETER EIDEMÜLLER

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KIRCHHEIM "Das ist ganz nach dem Wunsch unseres Trainers", befand Jesingens Abteilungsleiter Steffen Mauz nach der samstäglichen Auslosung zum 43. Teckbotenpokal-Turnier der TSV Jesingen trifft in der Gruppe A auf Bezirksliga-Konkurrent TSV Notzingen. Jesingens Coach Klaus Müller, selbst einstens Übungsleiter im Eichert, konnte an der Auslosung nicht teilnehmen, musste zu einer Hochzeit.

Die 20 gemeldeten Mannschaften verteilen sich in der Turnierwoche vom 31. Juli bis 7. August auf vier Fünfer-Gruppen. Aus jeder dieser Gruppen qualifizieren sich die beiden Gruppenersten für die Viertelfinalbegegnungen. Kurz nach der Auslosung wollte verständlicherweise noch kein Vereinsvertreter etwaige Prognosen über Favoriten und Außenseiter abgeben der (Teckbo-ten-) Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze. Nur so viel ist klar: Mit zwei Bezirksligisten darf die Gruppe A getrost als "Hammergruppe" bezeichnet werden. Neben dem TSV Notzingen und dem TSV Jesingen sind noch die beiden A-Ligisten TSV Holzmaden und SF Dettingen sowie B-Ligist TSV Schlierbach vertreten.

Die Auslosung war aber bei weitem nicht das einzige, was in den Lehenäckern passierte. Bereits am Nachmittag hatte der so genannte XXL-Soccer-Cup, ein menschliches Tischfußball-Turnier, stattgefunden. Im Vorfeld der abendlichen Auslosung, die im eigens dafür aufgestellten Party-Zelt stattfand, sorgte die Country-Band "Greyhounds" mit zünftigen Klängen für Stimmung. TSVJ-Abteilungsleiter Steffen Mauz, in Fußballer-Kreisen seit seiner aktiven Zeit auf hiesigen Kickplätzen nur noch als "Bomber" bekannt, freute sich am späteren Samstagabend über ein gerappelt volles Party-Zelt geschätzte 200 Gäste wollten wissen, welches Team wann, wo, gegen wen spielt.

Auslosungs-Moderator Uwe Waschek, dessen Tochter Jenny als Glücksfee fungierte, führte mit schwäbisch-lockerem Zungenschlag durch die Gruppeneinteilung. Damit die an sich schon spannende Angelegenheit auch optisch aufgepeppt wird, haben sich die Jesinger was einfallen lassen: Jede ausgeloste Mannschaft wurde in Form einer Spielerfrau, die das dazu gehörige Trikot des Teams am Leibe trug, präsentiert.

Bevor es ans Leeren der Lostöpfe ging, wurde noch auf zwei Besonderheiten hingewiesen: Der TSV Jesingen verzichtete als gastgebende Mannschaft auf sein Los-Recht, als Bezirksligist (neben dem TSV Notzingen, dem TSG Zell, der SGEH und dem TSV Boll) gesetzt zu sein ein Bezirksligisten-Duell war damit bereits im Vorfeld gewiss. "Was bringt ein Vorbereitungsturnier, wenn man nicht gegen entsprechende Mannschaften spielt", begründete Mauz diesen Schritt. Daneben musste beim Erstellen des Turnierplans dem Wunsch der SGEH nachgekommen werden, nicht am ersten Turniertag spielen zu wollen. Moderator Waschek augenzwinkernd: "Die gehen sonntags wohl lieber in die Kirche."