Lokalsport

Handball-Pokalsieger HSV trifft am 13. August in Lenningen auf Balingen-Weilstetten

Handball-Pokalsieger HSV trifft am 13. August in Lenningen auf Balingen-Weilstetten

Schöne Aussichten: Die SG Lenningen bietet auch 2010 den perfekten Füller fürs Handball-Sommerloch. Am Freitag, 13. August, wird die Lenninger Sporthalle wieder zur großen Bühne für europäischen Spitzenhandball. Hauptdarsteller im Auftaktprogramm des Intersport Masters um den Kempa-Cup sind diesmal die HBW Balingen-Weilstetten und der mögliche Meister Hamburger SV.

Bernd Köble

Lenningen. Die Gerechtigkeit siegt am Ende doch. Im schwärzesten Jahr der Vereinsgeschichte hat die SG Lenningen doch noch das große Los gezogen. Dem Abstiegsschock im April folgt die Vorfreude auf den August. Die Lenninger Sporthalle ist dann zum vierten Mal Austragungsort am ersten Gruppen-Spieltag des Intersport Masters um den Kempa-Cup im Sindelfinger Glaspalast. Nach Gummersbach, Magdeburg und Montpellier nun also der aktuelle Bundesliga-Spitzenreiter aus Hamburg. Ob am 13. August erneut meisterlicher Glanz aufs Täle fällt, wird sich womöglich schon an diesem Samstag zeigen. Beim Gipfeltreffen an der Elbe fällt zwischen dem HSV und dem THW Kiel eine Vorentscheidung im Kampf um die deutsche Meisterschaft. Mit den Hamburgern gäbe nach dem letztjährigen Turniersieger Montpellier zum zweiten Mal in Folge ein nationaler Titelträger seine Visitenkarte in Lenningen ab.

Pascal Hens, Jogi Bitter, Stefan Schröder, Torsten Jansen – die Zuschauer in Lenningen dürfen sich nicht nur auf die halbe deutsche Nationalmannschaft freuen, sondern auch auf absolute Weltklasseleute wie Marcin Lijewski, die Brüder Bertrand und Guillaume Gille oder Igor Vori. „Ein echter Knaller“, freut sich Mitorganisator Jürgen Lehmann, dem das Ganze zum wiederholten Mal zu verdanken ist und dem es nach dem letztjährigen Auftritt des französischen Meisters mit Welthandballer Nikola Karabatic erneut gelungen ist, die attraktivste der vier Auftaktbegegnungen nach Lenningen zu holen. Nach guten Argumenten braucht Lehmann nicht lange zu suchen. Die gibt ihm der Verein mit auf den Weg: „In Sindelfingen kennt man die SG inzwischen als verlässlichen Partner“, sagt er. „Dort gilt Lenningen als ‚Villa Sorgenfrei‘.“

Da lässt es sich auch leicht verschmerzen, dass diesmal nicht der schwäbische Platzhirsch aus Göppingen der Gegner ist, sondern die Brack-Truppe aus Balingen-Weilstetten, die sich in diesem Jahr erneut den Klassenerhalt gesichert hat. Die Göppinger treffen am 13. August zeitgleich in Wolfschlugen auf den Schweizer Erstligisten Sankt Gallen. Für Jürgen Lehmann ist der HBW aus lokaler Sicht ein nicht minder attraktiver Programmpunkt. „Eine interessante Mannschaft, gespickt mit jungen deutschen Spielern. Was Rolf Brack dort leistet, verdient Respekt.“

Das Team von der Alb ist so etwas wie der Gegenentwurf zum Star-Ensemble von der Elbe. Ein erfolgreicher zumal, denn seit vergangener Saison weiß die Schwalb-Sieben, was mit dem sprichwörtlich rauen Klima auf der Alb gemeint ist. Nicht nur der HSV ließ beim Außenseiter Federn, im Dezember erlebte auch Meister Kiel in der Sparkassen-Arena sein blaues Wunder. Gelegenheit, den Coups zu wiederholen, gibt es noch vor dem 13. August: An den letzten beiden Bundesliga-Spieltagen muss der HBW zuerst an die Kieler Förde reisen und empfängt dann zum Finale den HSV. Das heißt: Der Weg zum Meistertitel führt in diesem Jahr über die Handballer von der Alb.

So wenig wie das Titelrennen dürfte auch der Turniersieg im August für die Hamburger zum Selbstläufer werden. Acht Teams in zwei Gruppen ermitteln an drei Turniertagen, wer Nachfolger des französischen Meisters aus Montpellier wird. Topfavorit HSV wird dabei gejagt von den Rhein-Neckar Löwen, die auf Revanche für die Niederlage im Pokalfinale brennen. Neben Göppingen und dem HBW komplettiert die HSG Wetzlar das Feld der fünf deutschen Erstligisten in Sindelfingen. Hinzu kommen die Schweizer Gäste aus Sankt Gallen und Frankreich-Vertreter USDK Dunkerque, die beide in den nationalen Ligen derzeit Platz fünf belegen. Dem TV Bittenfeld, dem Überraschungsteam der zweiten Liga Süd, kommt die Rolle des Außenseiters zu. Gelänge der Mannschaft von Günther Schweickhardt am letzten Spieltag noch der Sprung auf den Relegationsplatz, könnten die Erstligisten im Erfolgsfall sogar unter sich sein.

13. bis 15. August 2010

(Glaspalast Sindelfingen)

Gruppe A: HSV Hamburg, Frisch Auf Göppingen, HBW Balingen-Weilstetten, TSV Sankt Otmar-Sankt Gallen

Gruppe B: Rhein-Neckar Löwen, HSG Wetzlar, TV Bittenfeld, UDSK Dunkerque

Vorrundenbegegnungen am Freitag, 13. August:

HBW Baling.-Weilstett. – HSV Hamburg

(Sporthalle Lenningen)

FA Göppingen – St. Otmar-St. Gallen

(Sporthalle Wolfschlugen)

TV Bittenfeld – Rhein-Neckar Löwen

(Sporthalle Neckarsulm)

HSG Wetzlar – USDK Dunkerque

(Spielort noch offen)

Karten für den Glaspalast gibt es unter 0 70 31/70 86 89 oder unter www. intersport-masters.de. Der Kartenvorverkauf für das Spiel in Lenningen hat noch nicht begonnen.

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