Lokalsport

Hangflüge kosten Zeit und Punkte

Die Kirchheimer Fliegergruppe Wolf Hirth hat in der dritten Runde der Segelflug-Bundesliga ihren fünften Platz im Gesamtklassement verteidigt. Bei wechselnden Wetterverhältnissen war auf der Hahnweide am Wochenende nur Tagesplatz sieben drin.

KIRCHHEIM Der Muttertag sollte für die Piloten der Fliegergruppe Wolf Hirth einige Überraschungen bereithalten: frühmorgens, als sich nach der Abschlussfeier des Hahnweidwettbewerbs alle zum Aufräumen trafen, nieselte es noch leicht. Doch Tilo Holighaus zeigte Optimismus und baute sein Segelflugzeug trotz des Regens auf. Wie sich zeigte zu Recht, denn als er startete, schien bereits die Sonne und die von den Fliegern so begehrten Cumuluswolken begannen sich am Rande der Alb zu entwickeln. Für Holighaus war es jedoch schwierig, auf Grund der Überentwicklungen und immer wieder auftretenden Regenschauern, eine größere und längere Strecke zu fliegen und so musste er um die Mittagszeit wieder auf der Hahnweide landen.

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Andere Piloten ließen sich ebenfalls zum Start ermutigen, denn mittlerweile setzte sich immer mehr die Sonne durch. Patrick Puskeiler und sein Bruder Marc mit Copiloten Felix Ruoff und Mario Kießling hatten am Nachmittag mehr Erfolg mit dem Wetter. Durch die vermehrte Sonneneinstrahlung bildete sich stärkere Thermik. Nach einiger Zeit wurde leider der Wind immer stärker und zerriss die Aufwindfelder. Da keiner der drei Piloten eine Außenlandung auf einem der nassen Äcker riskieren wollte, entschieden sie sich, die Albkante entlang zu fliegen, um durch Hangflugeinlagen weiter zu kommen. Dies kostete allerdings Zeit und damit Geschwindigkeitspunkte in der Wertung.

Die Fliegergruppen Blaubeuren und Laichingen waren dem schlechteren Wetter an der Albkante Richtung Osten davongeflogen und wurden in der Bundesliga-Tageswertung dafür mit vorderen Plätzen belohnt. Auch die Segelfluggruppen in der Rheinebene Ludwigshafen und Neustadt/ Weinstraße lagen in der Tageswertung noch vor der Fliegergruppe Wolf Hirth. Dennoch waren die Piloten des Hahnweidvereins mit Tagesplatz sieben und damit 14 Tagespunkten zufrieden. Kirchheim liegt nun mit 35 Punkten knapp hinter Ansbach (45 Punkte), Schönebeck (42), Blaubeuren (38) und Berlin (36) auf dem fünften Platz.

kh