Lokalsport

Happy End im Reifenpoker

Wolf Henzler gelingt zum Abschluss der ALMS-Series der erste Klassensieg

Ein guter Schluss ziert alles: Im Finale der American Le Mans Series (ALMS) hat die Mannschaft um den Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler den Klassensieg errungen. Der Nürtinger belegte im Gesamtklassement der GT-Wertung Platz zehn.

Happy End im Reifenpoker
Happy End im Reifenpoker

Braselton. Im Finale der American Le Mans Series auf der Rennstrecke von Road Atlanta im US-Staat Georgia fuhren Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler vom Motorsportklub Kirchheim/Teck und seine beiden Rennpartner Bryan Sellers (USA) und Nick Tandy (Großbritannien) mit dem Porsche 911 GT3 RSR des Falken-Tire-Teams nochmals einen grandiosen Sieg ein. Damit brachte er eine Saison mit viel Höhen und Tiefen erfolgreich zu Ende.

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Im Qualifying stellte Henzler („ich bin mit sehr gemischten Gefühlen angereist“) den betagten Ersatz-Falken-Porsche auf den sechsten Startplatz des GT-Felds. Das Prädikat des besten Porsches konnten sich die drei dabei auch noch ans Revers heften. Die Poleposition eroberten sich Oliver Beretta/Matteo Malucelli/Robin Liddell im Ferrari F458 Italia.

Den Start und den ersten Rennstint des 1 000-Meilen-Langstreckenrennens mit insgesamt 40 Rennboliden übernahm Bryan Sellers. Der US-Amerikaner war im Gegensatz zur Konkurrenz auf Regenreifen unterwegs – schon nach zwei Rennrunden musste er die Pneus in der Box wechseln lassen. Das Team geriet dadurch eine Runde in Rückstand. Bei sehr wechselhaften Wetterbedingungen klemmte sich danach Wolf Henzler hinter das Lenkrad, während alle anderen GT-Fahrzeuge jetzt wieder auf Regenbereifung unterwegs waren. Nach Henzler pilotierte Nick Tandy den Elfer und hatte das Glück auf seiner Seite: Während die Konkurrenten nun wieder auf Slicks setzten, wendete das Falken-Team eine alternative Boxenstrategie an. Tandy übernahm während einer Safetycar-Phase die Führung im GT-Klassement, die Henzler und Sellers im weiteren Verlauf nicht mehr abgaben.

In der Schlussphase musste das Falken-Team allerdings noch einmal bangen, als Tandy nach einer Safetycar-Phase – bei noch elf zu fahrenden Runden – beinahe die Kontrolle über den Elfer verlor, als er einen Randstein überfuhr. Doch Tandy fing den Boliden in letzter Sekunde ab und gewann mit sieben Zehntelsekunden vor dem BMW Z4 GTE von Dirk Müller.

„Wir haben den Sieg verdient. Ich hätte es nie geglaubt, aber irgendwie lief der alte Elfer noch sehr gut“, meinte Henzler nach dem Rennen. Mit dem Klassensieg erhalten die drei Piloten automatisch die Einladung zum legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2014.