Lokalsport

Happy End im sechsten Anlauf

Fünf Jahre lang waren alle Anläufe vergebens, doch seit wenigen Tagen ist es amtlich: Die Mannschaft der Mid-Amateure des Golfclubs Kirchheim/Wendlingen steigt endgültig in die zweite baden-württembergische Liga auf. Vorausgegangen war ein dramatisches Aufstiegsspiel gegen den Golfclub Liebenstein. 5:4 stand es am Ende, doch anfangs schienen alle Aufstiegsträume bereits verflogen.

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Dischingen. Just um 14.35 Uhr am Samstag waren die Mid-Amateure 1 des GC Kirchheim/Wendlingen nicht mehr zu halten. Nach dem entscheidenden Spiel gegen den Golfclub Liebenstein auf der Anlage des Golfclubs Hochstatt spielten sich wahre Jubelarien ab. Das Team um Captain Klaus Öchsner hatte soeben seinen Traum verwirklicht: den Aufstieg in die zweite Spielklasse Baden-Württembergs zu schaffen. Damit wurde eine außerordentlich erfolgreiche Saison mit dem Gewinn des Ryder Cups (gegen den Golfclub Teck) und der Tabellenführung in der 3. Liga gekrönt.

Intensiv hatte sich die GCKW-Mannschaft auf das entscheidende Aufstiegsspiel gegen den Golflcub Liebenstein vorbereitet. Auf dem Platz des vom Baden-Württembergischen Golfverband festgelegten Austragungsorts hatten die GCKW-Spieler mehrmals trainiert, obwohl die Anreisen mühsam und zeitaufwendig waren. Ein Tag vor dem Match war in Neresheim eine Unterkunft bezogen worden, um am Tag darauf bei sechs Grad Celsius frühmorgens um acht auf dem Golfplatz zu stehen.

Der GCKW legte einen klassischen Fehlstart hin: Sicher eingeplante Punkte von Bernd Rau, Uli Schmidt und Jochen Strobel gingen an den Golfclub Liebenstein. Thomas Draffehn, der kurzfristig eingesprungen war, hatte gegen Liebensteins Nummer eins keine Chance – damit hatte der Gegner von fünf notwendigen Punkten bereits vier auf seinem Konto. In dieser Phase rechnete keiner mehr mit einem Sieg der Mannschaft. Doch Golfsport ist auch Kampfsport: Der für den GCKW spielende Däne Jeppe Hau Knudsen machte im Lochspiel bereits an der Bahn 13 alles klar und gewann ebenso wie Uli Leypold und Jochen Spieth, die ihre Gegner sicher unter Kontrolle hatten. Klaus Öchsner musste bis zum 18. Loch kämpfen, um einen Punkt nach Hause zu bringen. Nun lag die ganze Last auf dem Schweden Martin Sallenhag, der das Spiel entscheiden konnte. An Loch 17 brachen schließlich alle Dämme für die GCKW-Cracks, als Sallenhag mit einem Birdie das Lochspiel gewann und so den alles ent­scheidenden fünften Punkt holte.

Als der Coup perfekt war, war Captain Öchsner hochzufrieden. „Der GCKW kann stolz sein auf diese Mannschaft“, sagte er. hw