Lokalsport

Hauff im Glück

Kirchheimer fährt zum Abschluss des SSV-Supercups aufs Treppchen

Die alpine Skisaison ist nun auch auf Verbandsebene beendet. Beim SSV-Abschlussrennen in Damüls (Bregenzer Wald) ging‘s nochmals richtig zur Sache, denn der SSV-Supercup war vor den letzten beiden Rennen noch völlig offen. Philipp Hauff vom VfL Kirchheim und Manuela Schmohl vom SC Unterensingen schafften in einem Herzschlagfinale den Sprung aufs Treppchen.

Hauff im Glück
Hauff im Glück

Damüls. Bereits im Vorfeld war klar, dass es ein Wimpernschlag-Finale zwischen Manuela Schmohl (SC Unterensingen) und Nina Gassner (SV Neuenbürg) geben würde. Nur fünf Punkte trennten die beiden vor den letzten beiden Rennen. Um zu gewinnen, hätte Schmohl mindestens ein Rennen gewinnen müssen und im anderen möglichst vor Gassner liegen. Der Slalom konnte nicht spannender beginnen. Nach dem ersten Durchgang führte Gassner sechs Hundertstel Sekunden vor Schmohl, die im zweiten Lauf dann nur noch die sechstschnellste Zeit schaffte und auf Rang drei zurückfiel. Lisa Fischer (Isny) schob sich mit Laufbestzeit überraschend auf Platz zwei vor. Gassner dagegen verteidigte ihren Vorsprung und holte damit weitere 25 Punkte. Schmohl bekam für ihren dritten Platz 15  Punkte und lag nun vor dem abschließenden Riesentorlauf 15  Punkte hinter Gassner.

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Jetzt half nur noch ein Sieg, und die Schwarzwälderin durfte höchstens Sechste werden. Laufbestzeit für Schmohl im ersten Durchgang mit über einer Sekunde Vorsprung ließ die Spannung wieder steigen, auch, weil Gassner nur Drittschnellste war. Mit dem zweiten Lauf machte Schmohl den Sieg perfekt. Gassner hingegen fuhr nur die sechstschnellste Zeit, doch der vierte Gesamtplatz reichte, um nach acht Rennen mit zwei Pünktchen Vorsprung den Supercup zu gewinnen und Titelverteidigerin Schmohl zu entthronen.

Für Philipp Hauff vom VfL Kirchheim waren die Vorzeichen anders. Er lag im Gesamtklassement nach sechs Rennen an aussichtsreicher fünfter Position, nur sechs Punkte hinter dem Dritten und musste auf jeden Fall zwei gute Ergebnisse einfahren, um noch aufs Treppchen zu kommen. Dies gelang ihm gleich im Slalom, wo er hinter dem Gesamtführenden Jens Haller (DAV Ulm) und Steffen Bimber (SLZ Leutkirch) Dritter wurde. Bereits mit diesem dritten Platz machte er in der Cupwertung einen Sprung auf Rang drei, auch begünstigt durch das Ausscheiden von Kontrahent Markus Bader (DAV Neu-Ulm). Ausgerechnet der Riesenslalom, den Hauff in dieser Saison schon mehrmals vermasselt hatte, musste nun gelingen, um Platz drei zu halten. Und wieder zeigte der 23-jährige Kirchheimer Nerven, fiel von Rang acht aus dem ersten Lauf nach dem zweiten Durchgang auf Rang zwölf zurück. Obwohl Bader Rang drei schaffte und sich im Gesamtergebnis bis auf zwei Punkte an Hauff heranschob, blieb der Neu-Ulmer aber Vierter – Happy End also für den drittplatzierten Hauff.

Der Bezirk Mittlere Alb präsentierte sich insgesamt sehr kompakt und erfolgreich. So krönte die Kirch­hei­merin Christine Gerber (TV Neid­lingen) im Slalom mit dem dritten Platz in der Damenklasse (Gesamtplatz zehn) eine ganz starke Saison mit zahlreichen Top-Ten-Plätzen. Auch der 16-jährige Pascal Bischof von den SF Dettingen zeigte im Slalom eine klasse Vorstellung. Als schnellster seines Jahrgangs und der fünfte Gesamtplatz bedeuten das beste Resultat der gesamten Saison für ihn. Im Riesentorlauf war es Bruder Marc-André, der als Gesamt-Neunter und als viertschnellster der Jugend eine Saison abschließen konnte, die besser hätte nicht sein können. Auch Dominic Reutter (SZ Uhingen) überzeugte nach etlichen Ausfällen mit dem beachtlichen siebten Platz im Riesentorlauf.

Mit dem Abschlussrennen wurden auch die Schwäbischen Mannschaftsmeister ermittelt. Auch hier konnte sich der Bezirk Mittlere Alb mit seinen Läufern Philipp Hauff, Marc-André Bischof und Dominic Reutter mit dem Gewinn der Vizemeisterschaft bestens in Szene setzen. Das Damenteam mit Christine Gerber und Anja Neubrand (SAG Göppingen) wurde Siebte.