Lokalsport

Haußmann auf der Kippe

Die Teck-Bezirksligisten Jesingen und Notzingen gingen am gestrigen Spieltag leer aus. Die Konsequenzen könnten jedoch unterschiedlicher nicht sein während Jesingen die erste Saisonniederlage verkraftet, scheint in Notzingen ein vereinsinterner Personalumbruch anzustehen.

JÜRGEN FIND

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KIRCHHEIM Nach dem vergangenen Bezirksligaspieltag braut sich ein Unwetter über Notzingen zusammen. Die Folgen und Schäden stehen jedoch noch nicht fest. Nachdem der selbst ernannte Meisterschaftsaspirant nach der 2:4-Pleite in Wernau nun im Tabellenkeller belächelt wird, kracht's im Eichert. Am Sonntagabend gab's schon Tendenzen und vorläufige Aussagen von Funktionären. So soll Abteilungsleiter Krunoslav Corak sein Amt niedergelegt haben. Nach anderen Aussagen werde darüber wohl erst am Montag entschieden. Gleichzeitig steht Spielertrainer Stefan Haußmann im Zentrum der Kritik. Nach Aussage von Spielleiter Dieter Krauß sei es das Ziel, Haußmann von der Linie agieren zu lassen, sprich aus dem Spielertrainer soll der Trainer werden. Letztlich ist klar, dass die Stimmung in Notzingen so schlecht ist wie noch nie. Funktionäre und Zuschauer sind angekratzt, ob der undisziplinierten Mannschaft und den daraus resultierenden Ergebnissen. Fortsetzung folgt.

Dagegen bleiben die Verantwortlichen in Jesingen nach der ersten Saison-Pleite in Neckartailfingen (1:2) geradezu cool. TSVJ-Boss Steffen Mauz sprach von einer komplett schwachen Mannschaftsleistung und einem noch glücklichen Ergebnis für Jesingen. Mauz: "Vielleicht kam die Niederlage zum richtigen Zeitpunkt".

Bei allen Teck-Pleiten gibt's wenigstens von der Alb eine Erfolgsmeldung. Die SGEH konnte gegen Geislingen ihre erste Partie erfolgreich abschließen (2:1). Pressewart Benjamin Möll war ergo erleichtert: "Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen, auch wenn der Sieg recht glücklich war. Aber wir dürfen ja auch mal Glück haben."

Während in Notzingen mit Sturm gerechnet wird, herrscht in Neidlingen eitel Sonnenschein. Neu-Coach Volker Krissler hat im Kirschtal voll eingeschlagen. Der 2:0-Derby-Erfolg in Weilheim bedeutete zugleich den sechsten Sieg im siebten Spiel. Krissler analysierte die Geschehnisse der vergangenen Wochen in gewohnt zurückhaltender Manier: "In Neidlingen wurde in der letzten Saison eine super Vorarbeit geleistet. Daher genießen wir es momentan oben dabei zu sein. Jedenfalls setzen wir uns nicht unter einen Aufstiegsdruck wie dies bei Oberlenningen oder Neuffen der Fall ist. Wir wollen im oberen Tabellendrittel dabei sein."

Im Übrigen stehen die Schiedsrichter fortwährend im Rampenlicht. Eine weitere Panne mit gutem Ende war in Dettingen zu verfolgen. Als in der Partie gegen Neckarhausen der Unparteiische nicht eintraf, sandte Schiedsrichter-Koordinator Harald Kuhn den in Nabern wohnenden und für Dettingen pfeifenden Schiedsrichter Ibrahim Cekic zum Fuße der Teck. Der leitete ansprechend, Dettingen ging mit 2:6 baden. In Schlierbach wurde derweil der erste Saisonsieg gefeiert, auch wenn's kein Augenschmaus war. Im Kellerduell hatte Unterensingen mit 2:4 das Nachsehen. Allerdings betonte Pressewart Alexander Hummel: "Das Schönste am Spiel war das Wetter."