Lokalsport

Haußmann-Ausfall schockt Notzingen

KIRCHHEIM Das Wechselspiel an der Spitze der Bezirksliga geht weiter. Nachdem der TSV Notzingen den FV Neuhausen mit 2:0 in die Knie zwang steht die Eichert-Elf

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JÜRGEN FIND

wieder vorne, da Jesingen in Göppingen über ein 1:1 nicht hinauskam. Für den TSV Notzingen waren es jedoch teure Punkte. Trainer

Stefan Haußmann

landete nach einem Zweikampf mit dem Knie auf dem Knochenpflaster des Zuschauerbereichs und brach sich die Kniescheibe. Er wurde sofort zur Operation ins Krankenhaus gebracht. Wie lange die Wiedergenesung bei einer solchen Verletzung dauert ist ungewiss, seine fußballerische Zukunft ebenso.

Jesingens Abteilungsleiter Steffen Mauz reagierte betroffen: "Das ist eine schwere Verletzung. Der Trainer wird seiner Mannschaft fehlen." Im ersten Moment keimt natürlich der Gedanke des Jesinger Vorteils im Meisterschaftsrennen ob dieses Notzinger Aderlasses. Doch Mauz entschärfte überzogene Hoffnungen: "Der Stefan ist ein wichtiger Spieler. Aber die Notzinger haben einen so ausgeglichenen Kader, dass sie das kompensieren können. Zumindest besser als wir."

In der Kreisliga A musste der bisherige Überflieger TV Neidlingen auf heimischem Terrain drei Punkte an den Lokalrivalen TSV Holzmaden abgeben. Die "Saurier" triumphierten mit 2:0, obwohl die Kirschtäler dem Vernehmen nach nur auf ihren Sturmtank Hüseyin Bayri verzichten mussten. Abteilungsleiter und Spielmacher Frank Linsenmayer war ergo stolz: "Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns. Nicht nur wegen der Punkte, sondern vor allem wegen der Moral. Wir haben wieder mal gezeigt, dass wir mit allen mithalten können, wenn wir wollen. Und heute haben wir gewollt."

In der Kreisliga B konnte sich der SV Nabern beim 1:0 in Owen gerade noch die Chancen auf die Meisterschaft wahren. Den goldenen Siegtreffer markierte Andreas Hack per Elfmeter in der zweiten Hälfte. Naberns Coach Michael König, der verletzungsbedingt nur an der Linie stand, haderte mit den Platzverhältnissen: "Auf dem Owener Platz kommt das Leder wie ein Gummiball. Da kannst du nur kick and rush spielen. Und dann begann es auch noch zu regnen."

Für den SVN bleiben drei Zähler als Trost, die natürlich auch König am liebsten hat: "Es war zwar ein dreckiges 1:0, aber mich interessieren nur die Punkte. Nun muss die TG erst mal nachziehen. Wir haben vorgelegt und können uns jetzt zwei Wochen lang auf die Partie gegen Jesingen II vorbereiten."

Nostalgische Gefühle konnte man beim 4:2-Erfolg des TV Unterlenningen gegen den TSV Unterensingen II bekommen. Da nämlich war Ex-VfL-Kirchheim und Ex-SF-Dettingen-Stratege Steffen Fickel (43) in Aktion zu sehen. Er markierte prompt das 4:1 für seine "Täles-Kicker".

Für Steffen Fickel war's nach dem Eingriff in Ohmden schon der zweite Auftritt: "Ich spiele sonst nur bei der AH. Aber Unterlenningen hat gerade zu wenig Leute und da helfe ich halt aus."