Lokalsport

Hawaii-Ticket verpasst

Disziplin Nummer drei kostete ihn das sehnlichst erwünschte Hawaii-Ticket: Triathlet Thomas Wist (Notzingen) blieb beim Ironman in Florida beim Laufen wegen Magenproblemen unter seinen Möglichkeiten.

ROLF BAYHA

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PANAMA CITY BEACH Mit seiner zweiten Teilnahme beim Ironman-Triathlon in Florida erhoffte sich der Notzinger Thomas Wist (Sparda-Team Rechberghausen) einmal mehr das Flugticket zu den Weltmeisterschaften auf Hawaii, verpasste trotz guter Platzierung aber erneut die Qualifikation. Nach 3,8 Kilometer Schwimmen im Golf von Mexiko, 180 Kilometer Rad fahren und einem quälenden Marathonlauf über 42 Kilometer und 195 Meter hatte Wist das Zielgerüst erreicht, wo er auf der großen Anzeigetafel seine Zeit von 9.44,32 Stunden ablesen konnte.

Trotz seines tollen Finishs hatte er Zweifel, sich damit einen Startplatz bei den jährlich stattfindenden Ironman-Weltmeisterschaften beim berühmten Triathlon auf Hawaii erworben zu haben. Zurecht, denn seit diesem Jahr wird in Nordamerika ein weiterer Ironman, und zwar in Arizona, ausgetragen. Und so mussten die anderen Veranstalter einige Startplätze, international Slots genannt, abgeben. So auch Florida, wo Wists Altersklasse M 30 nur noch acht statt der letztjährigen 13 Plätze erhielt. Pech für Wist, der am Ende auf dem 14. Platz seiner Klasse landete. Nach kurzer Enttäuschung war er dennoch zufrieden damit, den Zielkanal in einer Zeit von deutlich unter zehn Stunden passiert zu haben.

Das Wetter mit 29 Grad zeigte sich, abgesehen von einem leichten Wind, beim Start von seiner guten Seite. Wist fand beim Schwimmen dennoch keinen Rhythmus und alle "Eisenmänner" hatten wegen der blendenden Sonne mit Orientierungsproblemen zu kämpfen, da die Markierungsbojen kaum zu sehen waren. Dennoch kam für den Notzinger in der Wechselzone eine ordentliche Zeit (1.07,52 Stunden) zu Stande. Da der Wind zunahm, kostete das Fahren auf der Rennmaschine Kraft. Wist ärgerte sich über die zahllosen Windschattenfahrer, die sich auf verbotene Weise Vorteile zu schaffen versuchten.

"Ich musste deshalb immer wieder mein Tempo ändern und das war sehr kräfteraubend", rekapitulierte er. Seine gute Radzeit von 4.54,29 Stunden gab ihm zwar Mut für eine neue persönliche Bestzeit (9.42,31), doch beim abschließenden Marathonlauf hatte er mit Magenproblemen zu kämpfen und so lief er mit 3.37,07 Stunden da unter seinen Möglichkeiten.