Lokalsport

Heimpremiere des VfL geglückt

In ihrem ersten Heimwettkampf der Oberliga sind die Turnerinnen des VfL Kirchheim II ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht geworden. Der MTV Ludwigsburg unterlag dem VfL-Team deutlich mit 169,50:195,75 Punkten.

KIRCHHEIM Beide Teams konnten jeweils nur mit sieben statt acht möglicher Turnerinnen an den Start gehen. Bitter für den VfL: Man wird wohl auch in den nächsten Wettkämpfen auf Stefanie Haible verzichten müssen.

Anzeige

Am Sprung konnten die Gäste aus Ludwigsburg dem VfL weitgehend Paroli bieten. Doch den Sprungtisch überwanden die Kirchheimer Mädchen mit schwierigeren Sprüngen. Als erfahrene und zuverlässige Springerin eröffnete Lavinia Di Coste (11,55 Punkte) den Wettkampf mit einem Überschlag mit ganzer Drehung und sicherte der Mannschaft gleich zu Beginn eine gute Ausgangsposition. Lisa Kiedaisch (11,80) und Lena Flaig (11,30) trugen mit Pia Pohl (12,65) zum ersten Gerätesieg bei.

Mit knapp einem Punkt Vorsprung wechselten die Mannschaften zum Stufenbarren, dem technisch anspruchsvollsten Gerät der Turnerinnen. Zu spüren bekam dies Lavinia Di Coste. Für ihre Übung gab es nur 7,80 Punkte. Ebenfalls zu kämpfen hatte Lisa Kiedaisch (8,95), die trotzdem erstmals im Wettkampf eine doppelte Schraube als Abgang wagte. Nachdem Lena Flaig (8,80) auch nicht an ihre Leistungen der vergangenen Woche anknüpfen konnte, lag es an den beiden letzten Turnerinnen, Punkte zu sammeln. Pia Pohl besserte trotz eines Sturzes beim Doppelsalto das Punktekonto um 10,40 Punkte auf. Da kam auch bei der routinierten Schlussturnerin Tatjana Würslin kurzzeitig Nervosität auf. Mit ihren 12,60 Punkten fand das Barrenturnen doch noch einen versöhnlichen Ausklang. Ausschlaggebend für den Zehn-Punkte-Vorsprung der Kirchheimerinnen an diesem Gerät, waren die noch größeren Defizite des Ludwigsburger Teams. Der gewaltige Punktevorsprung vor dem dritten Gerät brachte wieder Ruhe in die Mannschaft.

Die VfL-Mädchen verzichteten am Schwebebalken zur Freude des heimischen Publikums nicht auf ihre schwierigen Elemente. Samantha Müller (12,05) wagte einen Salto-Aufgang und turnte trotz des Absteigers beim Aufgang ihre Übung sicher weiter. Jessica Preuss (12,90) griff am Balken erstmals in den Wettkampf ein. 12,85 Punkte holte Pia Pohl, die erstmals im Wettkampf die schwierige Verbindung aus Flick-Flack und gebücktem Salto wagte. Auch wenn sie einen Sturz in Kauf nehmen musste, setzte sie den Vorwärtssalto in den Stand. Weitere 13,50 Punkte von Lisa Kiedaisch machten den dritten Gerätesieg perfekt.

Für tolle Leistungen sorgte dann die VfL-Riege nochmals am Boden. Für Jessica Preuss und Lisa Kiedaisch gab es hervorragende 13,45 Punkte. Während die MTV-Turnerinnen nur auf eine 13er-Wertung von Annelie Gross kamen, vergaben die Kampfrichter 14,10 Punkte an Lavinia Di Coste und 14,40 Punkte an Tatjana Würslin. Den Wettkampf beendete Pia Pohl mit der Tageshöchstnote von 14,90 Punkten. Kirchheims Vierkämpferinnen Pia Pohl (50,80) und Lisa Kiedaisch (47,25) entschieden die Einzelwertung für sich vor Annelie Gross (47,15).

Dem Klassenerhalt steht aus Kirchheimer Sicht bereits nach dem zweiten Wettkampftag kaum mehr etwas im Weg. In der Tabelle steht der VfL punktgleich mit der TSG Tübingen an der Oberliga-Spitze. Just auf dieses Team trifft der VfL am kommenden Samstag auswärts.

mp